Aktionsplan für bedrohte Künstler*innen auf den Weg gebracht 35. ITI-Weltkongress solidarisiert sich mit Leitung des Theaterfestivals in Akko (Israel)

Aktionsplan für bedrohte Künstler*innen auf den Weg gebracht
35. ITI-Weltkongress solidarisiert sich mit Leitung des Theaterfestivals in Akko (Israel)

Politisch bedrohte Künstler*innen können – gleich Journalist*innen – künftig mit einem Aktionsplan der UNESCO rechnen. Ein entsprechender Vorstoß, den maßgeblich das deutsche Zentrum des Internationalen Theaterinstituts (ITI) auf den Weg gebracht hat, wurde jetzt von der Generalversammlung des ITI-Weltverbandes einstimmig angenommen. „Angesichts von zunehmender Bedrohung und Verfolgung, denen Künstler*innen weltweit ausgesetzt sind, ist eine solcher Aktionsplan überfällig,“ sagte ITI-Direktor Thomas Engel im Anschluss an den 35. ITI-Weltkongress, der am Wochenende in Segovia (Spanien) zu Ende ging. Engel rechnet allerdings mit einem “langen und komplizierten Abstimmungsprozess“ unter den UNESCO-Mitgliedern. (Text der Deklaration Nr. 1, engl)
Vom ITI-Weltkongress ohne Gegenstimmen angenommen wurde auch eine Solidaritätserklärung mit der künstlerischen Leitung des renommierten Theaterfestivals im israelischen Akko. Diese war aus Protest gegen die von der Stadt verfügte Absetzung der eingeladenen Produktion „Prisoners of the Occupation“ zurückgetreten. Das für Oktober geplante Festival wird daher erstmalig in seiner 38jährigen Geschichte ausgesetzt. „Prisoners of the Occupation“ von Einat Weizman beschreibt die Situation inhaftierter Palästinenser in israelischen Gefängnissen. ( Text der Deklaration Nr. 2, engl.)

Das ITI wird sich, wie vom Weltkongress ebenfalls beschlossen, wegen der Visasituation für Künstler*innen aus außereuropäischen Ländern an das Europa-Parlament wenden, kündigte der deutsche ITI-Direktor an. Künstlermobilität und die Stärkung der Generation der jungen Theatermacher*innen würden auch im kommenden Jahr die Aktivitäten der nationalen Zentren des ITI-Weltverbandes bestimmen, in dem dieser sein 70. Jubiläum begeht. Für Prag, Paris und Da Nang (Vietnam) sind gesonderte Festveranstaltungen in Vorbereitung.

Die Delegierten der in Segovia anwesenden 56 Länder wählten zudem einen neuen Exekutivrat, dem Joachim Lux, Präsident des deutschen ITI-Zentrums, erneut angehört. Der neue Exekutivrat bestätigte Mohamed Al Afkham (Emirat Fujairah) für eine zweite Amtszeit als Präsident des Weltverbandes. Vizepräsidenten wurden Ji Guoping (China), Derek Goldman (USA), Hamadou Mandé (Burkina Faso) und Fabio Tolledi (Italien).

Alternative Frequenzbereiche für drahtlose Mikrofone

 

 

 

 

 

 

Aktuell wird in vielen Nationen in politischen Entscheidungsgremien die Bereitstellung
von neuen Frequenzbereichen für Ausbildung, Kunst, Kultur und Creative‐Industrie beraten. Der Interessenverband APWPT stellt hiermit weiterführende Sachinformationen zur Verfügung.

1) Welche Frequenzbereiche werden beraten

 

‐  1350 bis 1400 MHz

Ein Frequenzbereich für wissenschaftliche Nutzung im Rahmen der Radioastronomie (Beobachtung weit entfernter Himmelsregionen) und zeitweilige militärische Nutzung, in der Regel außerhalb von Ballungsgebieten.

‐  1518 bis 1525 MHz

Ein Frequenzbereich für den Satellitenfunk der seit vielen Jahren praktisch unbenutzt ist.

Beide Frequenzbereiche werden von den zuständigen europäischen Gremien für eine nationale Bereitstellung empfohlen (2).

2) Warum werden alternative Frequenzbereiche beraten?

Nach 800 MHz wird aktuell der Frequenzbereich 700 MHz auf eine Nutzung durch „Handy und Co“ (3)  vorbereitet. Zusätzlich sollen Sicherheitsdienste Zugang zu 700 MHz bekommen. Damit ist die weitere Nutzung durch drahtlose Mikrofone ausgeschlossen (4).

3) Auf welcher Grundlage werden alternative Frequenzbereiche beraten

Im Jahr 2012 hat die ITU, eine Organisation der Vereinten Nationen (UNO), Studien zu alternativen Frequenzen für drahtlose Mikrofone aufgenommen, um die Auswirkung einer geänderten 700 MHz‐ Nutzung zu untersuchen und alternative Frequenzbereiche zu identifizieren (5). Die Studienergebnisse wurden in Europa in weiteren Studien präzisiert (6).

Ergebnis: 1350‐1400 MHz und 1518‐1525 MHz sind grundsätzlich für drahtlose Mikrofone geeignet.

Einschränkung: Drahtlose Mikrofone, die unmittelbar auf dem Körper getragen werden, sollten weiterhin auf Frequenzen im UHF‐TV‐Bereich betrieben werden.

4) Wie findet eine nationale Umsetzung der Studienergebnisse statt?

Im Rahmen nationaler Verwaltungsabläufe gibt es grundsätzlich zwei Verfahren:

  • Die kurzfristige Bereitstellung dieser Frequenzbereiche, z. B. für Sonderveranstaltungen. Der Nachteil ist, dass dadurch keine langfristige Planungssicherheit eingeräumt wird. Das erschwert notwendige Investitionen.

  Aufnahme alternativer Frequenzbereiche in die nationale Frequenzzuweisung.
Der Vorteil ist eine langfristige Bereitstellung und damit Investitions‐ und Planungssicherheit für Hersteller und Anwender drahtloser Mikrofone.

5) Weiterführende Informationen

APWPT und seine Mitglieder nehmen seit vielen Jahren an (inter‐)nationalen Studien und Entscheidungsprozessen teil und unterstützen diese Arbeit nachhaltig. Wir sind daher umfassend über diese Abläufe informiert und stehen Ihnen gerne beratend zur Verfügung. Sie erreichen uns über diese Kontaktadressen: office@apwpt.org / +49 (0) 91 91 97 90 554

2 Aufnahme in die CEPT‐Empfehlungen ECC REC 25‐10 und ECC REC 70‐03.
3 Vereinfachung für eine Reihe drahtloser Technologien, i.d.R. bereitgestellt von Mobilfunkanbietern.
4 Weltfunkkonferenz 2015 hatte die weitere Nutzung in Frequenzbereich 694‐703 MHz und 733‐758 MHz vorgeschlagen. 5 ITU‐R Report BT.2338.
6 Zum Beispiel ECC Report 245 und ECC Report 253.

Bonn: Sanierung von Oper, Schauspiel und Werkstätten

Wie die Bonner Rundschau meldet muss die Stadt Bonn mit Sanierungskosten für das Opernhaus, das Schauspiel in Bad Godesberg sowie die Werkstätten in der Halle Beuel mit ca. 100 Millionen Euro rechnen.

Auf einer Sitzung der Kulturkommission mit Oberbürgermeister und Vertretern der Fraktionen wurden die Zahlen aus einem in Auftrag gegebenen Gutachten bekannt gegeben.

Für die Sanierung des Opernhauses werden demnach 74,8 Mio Euro, für die Kammerspiele Bad Godesberg 21,8 und für die Werkstätten 13,4 Mio Euro veranschlagt. Die gesamte Sanierungsphase soll sieben Jahre umfassen und 2019/2020 beginnen.

 

Bert Determann neuer Präsident der OISTAT

Der Niederländer BERT DETERMANN wurde auf dem OISTAT World Congress am 4.7.2017 zum neuen Präsidenten der OISTAT (Weltverband der Szenografen, Theater-Architekten und -Techniker) gewählt.
Dem neuen executive committee gehören an (im Foto v.l.n.r.) Ivo Kersmaekers, Sean Crowley, Jan K. Rolnik, Kevin Rigdon, Bert Determann,Marina Raytchinova, Duncan Ei-Eu Chang and Hazem Shebl.

Bert Determann ist Mitglied des Vorstands des Rotterdam Theaters ‘Rotterdamse Schouwburg’ (www.rotterdamseschouwburg.nl), eines der bedeutendsten Theater in den Niederlanden. Er ist verantwortlich für die Geschäftsleitung.

 

 

Kulturpolitische Gesellschaft begrüßt neue Ministerin für Kultur in NRW

»Kulturpolitik ist vor allem auch Personalpolitik«

Erklärung der Kulturpolitischen Gesellschaft zur Ernennung von Isabel Pfeiffer-Poensgen als neue Ministerin in Nordrhein-Westfalen

Der Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft Prof. Dr. Oliver Scheytt begrüßt die Benennung von Isabel Pfeiffer-Poensgen als »Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalens« mit folgenden Worten: »Mit der Benennung von Isabel Pfeiffer-Poensgen als neue Ministerin wird einmal mehr deutlich, dass Kulturpolitik vor allem auch Personalpolitik ist. Ministerpräsident Armin Laschet hat mit dieser Personalie Fachkunde in der Kultur und Leidenschaft für die Künste den Vorzug gegeben und damit auf einen Schlag Personal- und Strukturdebatten in der Kulturpolitik des Landes NRW mit einem klugen Federstrich im Sinne der Kulturpolitik entschieden.« Gelungen sei auch die Kombination an der Spitze des Hauses, sei doch mit dem politisch erfahrenen und bestens vernetzen Staatssekretär Klaus Kaiser die personellen Weichen bestens gestellt.

Isabel Pfeiffer-Poensgen bringe, so Oliver Scheytt, mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung in unterschiedlichsten Funktionen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene und ihrer vertieften Spartenkenntnis die allerbesten Voraussetzungen mit, dass die Kulturpolitik in NRW die Ausstrahlung in das Land hinein und auch auf nationaler und internationaler Ebene bekommt, die das größte Bundesland mit seiner einzigartigen Dichte von Kunst und Kultur verdient. »Die Kunst und Kultur aus NRW hat mit Isabel Pfeiffer-Poensgen nun auch auf Bundesebene Gesicht und Stimme.«

Mit dem im Koalitionsvertrag von CDU und FDP vereinbarten Aufwuchs des Kulturetats um 50% und dieser Personalentscheidung kann nun der mit dem Kulturfördergesetz eingeschlagene Weg konsequent weitergegangen werden, der in NRW mehr als in allen anderen Ländern heißt: Städte und Land, Hand in Hand. Nach wie vor sind Kunst und Kultur an Rhein, Ruhr, Emscher und Lippe von dem Engagement der Städte geprägt, doch der jüngst veröffentlichte Landeskulturbericht Nordrhein-Westfalen 2017 hat indes gezeigt, wie sehr es angesichts der Digitalisierung und der Migrationsbewegung auf eine aktivierende Kulturpolitik des Landes ankommt. Kulturelle Teilhabe und kulturelle Vielfalt sowie gute Produktionsbedingungen in Kunst und Kultur können nur mit Unterstützung des Landes gesichert und weiterentwickelt werden.

Bonn, 3. Juli 2017 

Prof. Dr. Oliver Scheytt
– Präsident –

Werkstatistik des Bühnenvereins 2015/2016 erschienen – „Tschick” bleibt vorn, „Terror“ als starker Neueinsteiger bei den Uraufführungen

Am 29. Juni 2017 ist die Werkstatistik 2015/2016 „Wer spielte was?“ des Deutschen Bühnenvereins erschienen. Wie in der Spielzeit 2014/2015 führt die Romanbearbeitung „Tschick“ nach Wolfgang Herrndorf (mit 46 Inszenierungen im Schauspiel und Kinder- und Jugendtheater) die Liste der meist inszenierten Werke in Deutschland an, vor der „Zauberflöte“ (mit 29 Inszenierungen im Musiktheater und Puppentheater). Mit 802 Aufführungen liegt „Tschick“ auch bei der Zahl der Aufführungen vorn. Auf den zweiten Platz hat sich eine andere Jugendbuchbearbeitung geschoben: „Krieg – Stell dir vor, er wäre hier“ (486 Aufführungen) nach Janne Teller. „Blue Man Group“ liegt auf Platz 3 mit 454 Aufführungen. Zum Vergleich: Im letzten Jahr wurde Tschick 1.156 mal aufgeführt, gefolgt von Blue Man Group mit 476 Aufführungen. Bei den Uraufführungen ragt Ferdinand von Schirachs Gerichtsdrama „Terror“ heraus: Mit 18 Inszenierungen in der ersten Saison und 397 Aufführungen vor fast 150.000 Zuschauern führt es in diesem Bereich fast alle Listen an.

Im Musiktheater steht Mozarts „Zauberflöte“ mit 27 Inszenierungen in Deutschland wieder an erster Stelle, vor Humperdincks “Hänsel und Gretel“ (26 Inszenierungen) und Bizets „Carmen“ (21 Inszenierungen). Bei den Zuschauerzahlen wird die „Zauberflöte“ mit 239.744 Besuchern nur vom Musical „Starlight Express“ überflügelt (441.623 Zuschauer). Insgesamt zeigt die Werkstatistik für das Musiktheater folgende Aufteilung in den deutschen Theatern: 899 Operninszenierungen stehen 121 Operetteninszenierungen gegenüber, im Bereich Musical sind es 253 Inszenierungen. Auf die Oper entfallen demnach 70 Prozent der Musiktheaterinszenierungen, auf die Operette knapp zehn Prozent und auf Musicals 20 Prozent.

Die Zahlen dieser 69. Ausgabe der Werkstatistik spiegeln die ganze Bandbreite der deutschen Theaterlandschaft: Über 75 Prozent aller aufgeführten Werke waren zeitgenössisch (über 70 Prozent aller ZuschauerInnen sahen zeitgenössische Stücke aus Musiktheater, Schauspiel oder Tanz. Als „zeitgenössisch“ definiert die Statistik Stücke, deren Uraufführung nach dem 1. Januar 1945 stattgefunden hat. Erstmals ausgewertet wurde der Anteil von Projekten und Performances in der Spielzeit 2015/2016, er liegt bei über fünf Prozent aller Inszenierungen. Die älteste Inszenierung wurde am Nationaltheater Mannheim gespielt (Wagners „Parsifal“ von 1957). Dasselbe Theater hat sich in den letzten Jahren aber auch einen Namen als Ort zahlreicher Uraufführungen und deutschsprachiger Erstaufführungen gemacht.

Die Theater in Deutschland haben also auf die aktuellen politischen Unsicherheiten reagiert. „Neben den inhaltlichen und ästhetischen Erkenntnissen im Theaterbereich ist es uns aber auch wichtig, mit dieser Statistik einen substanziellen Beitrag zur empirischen Aufbereitung der Kulturlandschaft in Deutschland zu leisten. Ohne Fakten kann eine qualifizierte kulturpolitische Debatte nicht geführt werden – weder im Theater selbst, noch im gesellschaftlichen Kontext. Das ist nicht nur angesichts einer Zeit, die Begriffe wie „Postfaktizität“ generiert, erforderlich“, kommentierte Marc Grandmontagne, der Geschäftsführende Direktor des Bühnenvereins, die Zahlen heute in Köln.

Die Werkstatistik 2015/2016 beruht auf den Daten zu Werken und Inszenierungen samt Aufführungs- und Zuschauerzahlen. 464 Theater aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben ihre Zahlen der Redaktion der DEUTSCHEN BÜHNE gemeldet, die sie für alle Sparten gesammelt und aufgearbeitet hat. Ein neues Autorenregister erleichtert die Handhabung der Statistik. Anschauliche Diagramme illustrieren den Anteil von Uraufführungen, zeitgenössischen Werken oder Bearbeitungen im Gesamtrepertoire wie in den einzelnen Sparten. Begleitend zur Werkstatistik werden diese Zahlen zur Spielzeit 2015/16 im Schwerpunkt „Der Sinn der Zahlen“ des Juni-Hefts der DEUTSCHEN BÜHNE erläutert und illustriert.

Die Tabellen der Werkstatistik finden Sie im Anhang.

Bestellung der Werkstatistik 2015/2016 (Kosten: 25,- Euro + Versandkosten) und des Juni-Heftes „Der Sinn der Zahlen“ der DEUTSCHEN BÜHNE (8,40 Euro + Versandkosten): sekretariat@die-deutsche-buehne.de
Herausgeber: Deutscher Bühnenverein – Bundesverband der Theater und Orchester

Stage|Set|Scenery 2017 zieht positive Bilanz

 

 

 

 

 

 

Berlin, 23. Juni 2017 Sie sind die „heimlichen Stars hinter den Kulissen“, denn sie tragen entscheidend zum Gelingen einer Produktion bei: Architektur und Bühnenplanung, Licht- und Audiotechnik, Maske und Ausstattung genauso wie Film-, Ausstellungs- und Museumstechnik – auf der Stage|Set|Scenery standen sie im Rampenlicht. Die internationale Fachmesse und Kongress für Theater-, Film- und Veranstaltungstechnik fand vom 20. bis zum 22. Juni in Berlin statt und wurde von der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft (DTHG) zusammen mit der Messe Berlin organisiert. Dabei präsentierten 274 Aussteller aus 21 Nationen – darunter 80 Erstaussteller – ihre Innovationen, die beim Publikum auf großes Interesse stießen: Rund 6.000 Fachbesucher kamen zur Stage|Set|Scenery, um sich über Neuheiten zu informieren (56 Prozent) und Fachgespräche zu führen (41 Prozent[1]). Dabei interessierten sie sich vor allem für die Bereiche Bühnen- und Veranstaltungstechnik, Licht- und Audiotechnik, Ausstattung und bühnentechnische Effekte. 86 Prozent bewerteten das Angebotsspektrum positiv. 82 Prozent planen, wieder zu kommen.

 

Auch die Aussteller waren mit der Veranstaltung zufrieden. Im Vergleich zur Erstveranstaltung vor zwei Jahren ist beim Gesamteindruck eine  leichte Steigerung zu verzeichnen: 81 Prozent bewerteten die internationale Fachmesse und Kongress positiv. 74 Prozent würden sie weiterempfehlen und planen, wiederzukommen. 57 Prozent der Aussteller gaben an, bereits auf der Messe zahlreiche bis sehr zahlreiche Geschäftsabschlüsse getätigt zu haben.

 

Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH:

„Die Stage|Set|Scenery hat erneut bewiesen, dass die Theater- und  Veranstaltungstechnik einen festen Platz in Berlin hat. Ob bei der International Stage Technology Conference, im LightLab, im SoundLab oder auf der Safety in Action-Bühne  – wir freuen uns, dass das umfangreiche Programm, die hochkarätigen Sprecher und die interaktiven Live Performances auf so großes Interesse der Aussteller und Fachbesucher gestoßen ist.“

 

 

Hubert Eckart, Geschäftsführer, Deutsche Theatertechnische Gesellschaft (DTHG):

“Ich bin froh, dass unsere Stage|Set|Scenery mit der besonderen Mischung aus Fachmesse und internationalem Fachkongress, der Verbindung von Innovation und Kommunikation, Kunst und Technik so eine positive Resonanz gefunden hat.”

 

Dr. Gabriele Högg, Vorstandsmitglied DTHG und Geschäftsführerin der HOAC Schweißtechnik GmbH

„Es sind ganz viele verschiedene Gewerke, die es möglich machen, dass eine Produktion erfolgreich aufgeführt wird. Und das ist der Grund, warum wir hier auf der Stage|Set|Scenery diese Vielfalt an Themen haben. Wir möchten die interdisziplinäre Zusammenarbeit der unterschiedlichen Bereiche fördern.“

 

Manfred „Ollie“ Olma, Geschäftsführer mo2design und Kurator des LightLabs

„Mir macht es sehr viel Spaß, mit unterschiedlichen Menschen zusammenarbeiten und mich über ein Thema auszutauschen, das uns allen am Herzen liegt. Da gebe ich auch gerne mein Wissen weiter, das ich bei zahlreichen nationalen und internationalen Produktionen gesammelt habe. Schön ist auch der hohe Anteil an Live-Performances auf der Stage|Set|Scenery.“

 

Prof. Stephan Rolfes, Fachbereich VIII – Maschinenbau, Veranstaltungstechnik, Verfahrenstechnik, Beuth Hochschule für Technik Berlin

“Die Stage|Set|Scenery 2017 stand für mich unter dem Zeichen sehr intensiver Gespräche auf hohem fachlichem Niveau. Nicht die Quantität der Aussteller und der Kontakte sondern die sehr hohe Qualität war für mich besonders spürbar. Auffällig gut funktioniert hat dieses Mal das Format der Round Table. Keine Frontalvorträge sondern die Einbindung der Zuhörer in offen gestalteten Räumen – das Konzept war erfolgreich und sollte weiter ausgebaut werden.”

 

Andrea Werning, Geschäftsführerin, WERNING Theatertechnik-Theaterbedarf GmbH
“Für uns die wichtigste Messe im Bereich Bühnen-, Veranstaltungs- und Beleuchtungstechnik mit absolutem Fachpublikum.”

Patricia Kunkel, Kaufmännische Leitung, Kunkel Consulting

„Für uns ist es die größte Messe, wo viele Kunden aus dem Ausland kommen. Wir hatten Besuch von Kunden aus Korea, aus China, viele aus Russland. Hier hat man die Möglichkeit, persönlich mit den Kunden den Kontakt zu pflegen, sich mit anderen zusammenzusetzen, am Tisch Sachen zu besprechen, was Vieles einfacher macht.“

 

Michael Kelm, Niederlassungsleiter, Nüssli (Deutschland) GmbH

„Wir sind sehr überrascht vom Innovationscharakter der Stage|Set|Scenery. Das LightLab, das wir als Sponsor unterstützt haben, das SoundLab, die Round Table haben sehr viele Inhalte, wo wir uns natürlich gerne informieren und auch einen „Branchen O-Ton“ abholen. Unser Top-Thema war in diesem Jahr Interimsspielstätten – Theaterersatzbauten. Das ist ein Thema, das die Theaterbranche gerade besonders beschäftigt.“

 

Nele Bornstedt, Bereich Bau, Medien- und Kommunikationstechnik, MÜLLER-BBM GmbH

„Mit dem SoundLab wurde ein Raum gebaut, in dem Audio erlebt werden kann. Das ist etwas ganz Besonderes, denn auf einer Messe ist es laut und dort ist es leise und man kann die eigenen Technologien wie unser elektronisches Raumakustiksystem hörbar machen. Das funktioniert wunderbar – alle Plätze waren voll besetzt. Wir sind total zufrieden.“

 

Wolfgang Guse, Sales Director Pro | AV, Sennheiser Vertrieb und Service GmbH & Co. KG

„Wir haben mit der Opernsängerin Helena Goldt im SoundLab eine Live Vorführung gehabt, die unser digitales 6000er System mit unterschiedlichen Kapseln vorgeführt hat und das kam sehr gut an. Ansonsten kommen wir hier mit unseren Kunden vor allem aus dem Theaterbereich ins Gespräch. Das ist uns wichtig, um zu erfahren, was der Markt benötigt.“

 

Sabine Siller, Marketing, cast C.Adolph & RST Distribution GmbH

“Wir sind angenehm überrascht von der Qualität der Besucher. Wir schätzen diese Veranstaltung sehr, da wir hier zielgerichtet unseren Markt Theatertechnik erreichen und hier auch die Zeit haben, gute Gespräche zu führen, die uns dann für die nächsten zwei Jahre in unserer Arbeit einen großen Mehrwert bringen. Unser Top-Thema ist sicherlich der Bereich Licht. Wir stellen fest, dass LED in immer mehr Theatern Einzug hält.“

 

Thomas Mikus, Director of Sales & Marketing, Audio-Technica Germany

“Wir haben ein extrem hochkarätiges Publikum, das die normalen „Rock’n Roll-Messen“ nicht besucht. Insofern haben wir hier 100 Prozent Zielgruppe. Was die Themen angeht: Letztendlich geht es immer weiter in den Bereich Digitalisierung von Audiosignalen. “

 

Marco Kraft, Gesamtvertriebsleiter, SALZBRENNER media GmbH

„Für uns treffen sich hier zwei Parteien, die wir für unser Geschäft benötigen: Die Endkunden und unsere Lieferanten, deren Produkte wir  zusammen mit einer Steuerungssoftware in Systemen zusammenfassen – so dass wir das, was der Kunde an den verschiedenen Arbeitsplätzen braucht, für ihn verfügbar machen können.“

 

 

Reinhold Daberto, Geschäftsführer, theapro und Moderator auf der International Stage Technology Conference

“Highlights waren sicherlich die Podiumsdiskussionen zum Thema Theater 4.0 sowie die international besetzte Runde „It’s all about the process – who manages cultural projects“, wo es um Theaterbauten und Sanierungen ging.“

 

Martin Blum, Sales Director, LAWO AG

„Wir haben hier sehr viel Interessantes gesehen, was in anderen Bereichen gemacht wird. Durch das Thema IP wächst ja alles zusammen, d.h. Broadcast, Rundfunk, Produktion und auch Theater wachsen viel näher zusammen.“

 

Andreas Gause, Leiter Marketing und Key Account Management, Gerriets GmbH

„Die Stage|Set|Scenery ist eine unserer wichtigsten Messen, weil wir unseren Kernmarkt und unsere Kernkunden hier treffen. Top-Themen für uns in diesem Jahr liegen im Bereich der Projektion und im Brandschutz – also die Diskussion, wie schwer entflammbare Materialien im Dekorationsbereich verwendet werden.“

 

Stephan Hückinghaus, Geschäftsführer, Fülling + Partner Ingenieursgesellschaft mbH

„Bei unserem Messeauftritt ist es ein Mix: Wir wollen die Technik aber auch die Menschen präsentieren, die dann auf der Baustelle sind und diese Technik installieren und mit den Kunden vor Ort kommunizieren. Und diese Leute treffen wir hier  – kein Publikum, das nur schaut sondern ein Fachpublikum mit guten Fragen.“

 

Volker Kirsch, Leiter Vertrieb Bühnentechnik

Bosch Rexroth AG

„Das ist eine Traditionsmesse für uns, wo wir uns mit dem zentralen Thema Bühnentechnik und Bühnenbau in Kombination mit dem Anlagenbau am besten wiederfinden. Wir sind da, wo unser Verband ist und wir sind natürlich da, wo unser Wettbewerb ist – man möchte sich vergleichen und sich selber präsentieren. Deswegen ist die Stage|Set|Scenery das richtige Format für uns.“

 

Marcus Blome, Dipl.-Tonmeister, Müller-BBM GmbH

„Ich denke, dass diese Messe gezeigt hat, dass im Theaterbereich die Erfordernis variabler raumakustischer Verhältnisse und Flexibilität der Häuser immer mehr wird und ich denke, dass auch die Resonanz in unserem SoundLab letztendlich widergespiegelt hat, dass das einfach ein aktuelles Thema ist, in Verbindung mit 3D Sound und allem, was in diese Richtung geht.“

 

Georg Winkel, Chief Executive Officer, SWOOFLE Manufaktur

„Wir kommen aus Berlin und bedienen mit unseren Mietmöbeln mittlerweile ganz Europa – daher ist die Stage|Set|Scenery für uns eine Haus und Hof-Messe. Wir laden gerne unsere Kunden hierher ein und hatten in den drei Tagen sehr interessante Fachgespräche mit dem internationalen Publikum und konnten neue Geschäfte einleiten.“

 

Enrico Nobile, European Rigging Sales Manager, ETC

“Für uns war die Messe sehr gut, denn es bietet genau die richtige Umgebung für unsere Bühnentechnik. Hier sind alle Aussteller aus einem Bereich an einem Ort. Das gefällt uns sehr gut.“

 

Joe Ward, Global Sales, Rat Stands

“Es ist auf jeden Fall eine der besten Messen, die ich in unserem Bereich kenne – auch was die Besucherqualität angeht. Unsere Kunden sind technische Direktoren von Opernhäusern genauso wie von Philharmonien und Symphonieorchestern, die wir hier getroffen haben. Das ist großartig.“

 

Ted Moore, Director, TAIT Stage Technologies

„Mein persönliches Highlight war die Stage|Set|Scenery Night – ein richtig gutes Networking Event. Das sollte man wiederholen.“

 

Die nächste Stage|Set|Scenery findet vom 18. – 20. Juni 2019 statt.

 

Weitere Informationen zur Stage|Set|Scenery 2017 finden Sie unter www.stage-set-scenery.de.

 

Fotos der Stage|Set|Scenery 2017 finden Sie in druckfähiger Qualität hier zum Download.

Die Stage|Set|Scenery im Überblick: 

Die Stage|Set|Scenery ist die führende internationale Fachmesse und Kongress für Theater-, Film- und Veranstaltungstechnik mit den Schwerpunkten Bühnenmaschinerie und Steuerung, Architektur und Fachplanung, Licht, Akustik, Ton, Video- und Medientechnik, Studiotechnologie, Events, Museums- und Ausstellungstechnik, Ausstattung und Dekoration, Maske, Kostüm und Sicherheitstechnik. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft (DTHG) durchgeführt, die auch für die in die Messe integrierte International Stage Technology Conference verantwortlich zeichnet. Die Stage|Set|Scenery findet alle 2 Jahre im Juni auf dem Berliner Messegelände statt.

[1] Mehrfachnennungen

Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins 2017

 

 

 

 

PRESSEMITTEILUNG

Jahreshauptversammlung am 9. und 10. Juni 2017 in Dresden –
Bühnenverein berät über Umgang mit Rechtspopulismus und plant Modernisierung der Verbandsarbeit

Am 9. und 10. Juni 2017 tagt die Jahreshauptversammlung des Deutschen Bühnenvereins in Dresden. Im Kraftwerk Mitte treffen sich rund 250 IntendantInnen, VerwaltungsdirektorInnen und KulturpolitikerInnen der deutschen Theater und Orchester. Die Tagung findet zum ersten Mal unter der Leitung des neuen Führungsduos Ulrich Khuon und Marc Grandmontagne statt, das seit Januar 2017 im Amt ist. Der Umgang mit Rechtspopulismus und rechtsnationalen Parteien ist ein thematischer Schwerpunkt. „In einer Zeit gesellschaftlicher Spannungen und Zerrissenheit wird der kulturelle Austausch immer wichtiger“, sagte Bühnenvereinspräsident Ulrich Khuon heute in Köln. „Theater und Orchester engagieren sich bereits sehr stark dafür. Wir wollen in Dresden darüber sprechen, wie wir nachhaltig in unsere Demokratie hineinwirken können.“ Am Samstag, dem 10. Juni 2017, findet um 11.30 Uhr im tjg. theater junge generation daher die öffentliche Podiumsdiskussion „Wir müssen reden! – Das Fremde und das Eigene“ statt.

Auf der Tagesordnung stehen auch die zukünftigen Aufgaben des Verbands und eine Modernisierung der Strukturen. „Wir wollen eine Stärkung der Kulturpolitik. Wir wissen aber auch, dass die Kultur sich genau wie andere Bereiche einem stetigen Aushandlungsprozess stellen muss. Die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts hat andere kulturelle Bedürfnisse als vor 30 Jahren. Diese bleiben nicht ohne Auswirkungen auf die einzelnen Theater und Orchester, auf die gesamte Kulturlandschaft und damit auch auf Verbände“, erläuterte Marc Grandmontagne, Geschäftsführender Direktor des Bühnenvereins. „Der Bühnenverein will seine Ziele neu definieren, sein Denken und Handeln modernisieren und mehr Allianzen mit anderen Kulturbereichen und -institutionen schließen.“ Der Verband beginnt zurzeit einen Klärungsprozess im Inneren, der ihn die nächsten Monate und Jahre beschäftigen wird.

Auch aktuelle kulturpolitische Themen werden auf der Tagung diskutiert. Eröffnet wird die Jahreshauptversammlung am 9. Juni 2017 vom Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Dr. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, und Bühnenvereinspräsident Ulrich Khuon. Die Tagungsergebnisse werden am Ende der Veranstaltung in einer Pressekonferenz veröffentlicht. Der Ort der Jahreshauptversammlung wechselt jedes Jahr. Der Bühnenverein tagt zum zweiten Mal in Dresden, im Jahr 2005 war das Staatsschauspiel Dresden Gastgeber.

Wettbewerb „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland 2017“ startet

Wettbewerb „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland 2017“ startet

Heute geht der Wettbewerb „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ in die achte Runde. Der Wettbewerb richtet sich an alle Kreativen, die mit einer außergewöhnlichen kulturellen oder kreativen Geschäftsidee unternehmerisch tätig werden wollen oder es bereits sind. Das Programm ist Bestandteil der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung.

Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries sagt: „In den vergangenen sieben Jahren haben wir 224 Kreativunternehmen mit dem Titel „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ ausgezeichnet. Ich freue mich besonders, dass wir mit unserem Gründerwettbewerb Innovationen der Kreativwirtschaft in ganz unterschiedlichen Branchen fördern: von Therapie-Apps für chronisch erkrankte Kinder über Mode speziell für Kleinwüchsige bis zu modernem interaktiven Theater. Bei dem Wettbewerb geht es um mehr als eine Auszeichnung für die Bewerber – es ist auch ein Gewinn für eine gut vernetzte deutsche Wirtschaft.“

Der Wettbewerb hat in den vergangenen Jahren hohe Bedeutung für Selbständige sowie Klein- und Kleinstunter- nehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft erlangt. Denn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten ein einjähriges Mentoring und werden Teil eines großen Netzwerks, das ihnen bei der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle auch über das erste Jahr hinaus hilft. Insgesamt werden 32 Unternehmerinnen und Unternehmer von einer Jury ausgewählt und ausgezeichnet.

Alle Interessierten können sich bis zum 30. Juni 2017 mit der Beschreibung ihrer Idee, einer Darlegung der Motivation sowie einem Lebenslauf bzw. Informationen zum Team für den „Kultur- und Kreativpiloten Deutschland“ des Jahres 2017 bewerben. Weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Bewerbung sind abrufbar unter: www.kultur-kreativpiloten.de.

Bühnenverein fordert angesichts der zu erwartenden Steuermehreinnahmen Stärkung der Kulturpolitik vor Ort – Wachsender Widerspruch zwischen steigenden Erwartungen und mangelnder Handlungsfähigkeit

PRESSEMITTEILUNG

Bühnenverein fordert angesichts der zu erwartenden Steuermehreinnahmen Stärkung der Kulturpolitik vor Ort – Wachsender Widerspruch zwischen steigenden Erwartungen und mangelnder Handlungsfähigkeit

Marc Grandmontagne, Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins, sieht einen wachsenden Widerspruch zwischen steigenden Erwartungen an die Theater und Orchester einerseits und der gleichzeitigen Marginalisierung von Kulturpolitik andererseits: „Ob es Flüchtlinge in unseren Städten sind, ob es um kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen oder Projekte in sozial schwierigen Stadtteilen geht – die Theater engagieren sich landesweit in allen Bereichen. Trotzdem korrespondiert eine solche Rollenveränderung nicht mit entsprechender kulturpolitischer Aufwertung. So manches Theater kämpft damit, Tarifsteigerungen an sein künstlerisches Personal  weitergeben zu können. Angesichts von zu erwartenden 54 Milliarden Steuermehreinnahmen in den nächsten Jahren fordern wir hier entschiedenes Gegensteuern.“

Stadtgesellschaften unterliegen einem massiven Wandel, der für alle Beteiligten mit neuen Herausforderungen einhergeht. Migration, wachsende soziale Ungleichheit, Populismus und kulturelle Differenzen verursachen neue Konflikte und erfordern deshalb andere Herangehensweisen von Institutionen etwa aus den Bereichen Bildung, Kultur, Kinder und Jugend, Soziales und Sport. Theater und Orchester sind sich als unverzichtbare kulturpolitische Akteure einer offenen Stadtgesellschaft ihrer Verantwortung bewusst, nicht nur akut in ihre jeweiligen Städte zu wirken, sondern auch langfristig kulturelle Visionen zu entwickeln, die unsere Gesellschaft benötigt. Davon zeugen schon heute die vielfältigen Programme des Kinder- und Jugendtheaters sowie viele Projekte in den Bereichen Vermittlung und kulturelle Bildung.

Holger Schultze, Intendant des Theaters Heidelberg und Vorsitzender des Ausschusses für künstlerische Fragen im Deutschen Bühnenverein, unterstrich bei der Ausschuss-Sitzung am 15. und 16. Mai 2017 in Heidelberg: „Diese Verantwortungsübernahme kann allerdings nur gewährleistet werden, wenn Theater in der Lage sind, gute Arbeitsbedingungen sicherzustellen. Das wird immer mehr zu einer Herausforderung, weil die finanziellen Spielräume zunehmend kleiner werden. Daher ist es höchste Zeit, dass die öffentliche Hand angesichts voller Steuerkassen den schleichenden Finanzabbau an den Theatern beendet.“

Köln, 17. Mai 2017