Gemeinsame Pressemitteilung von Bühnenverein, GDBA und VdO

Verbesserte Arbeitsbedingungen für KünstlerInnen am Theater – Bühnenverein und Gewerkschaften erhöhen Mindestgage und stärken Schwangerenschutz

Für KünstlerInnen an deutschen Theatern gelten ab 1. April 2018 verbesserte Arbeitsbedingungen: Unter anderem wird der Schutz für schwangere Künstlerinnen deutlich gestärkt und die Mindestgage auf 2.000 Euro erhöht. Darauf einigten sich die Künstlergewerkschaften Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) und Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer e. V. (VdO) mit dem Deutschen Bühnenverein als Arbeitgeberverband. Der Bühnenverein und die Künstlergewerkschaften verfolgen mit dieser Einigung das gemeinsame Ziel, die Arbeitsbedingungen an Theatern zu modernisieren und zu verbessern. „Ohne KünstlerInnen funktioniert kein Theater. Daher müssen wir gemeinsam mit Bundesländern und Kommunen, die die Theater finanzieren, für gute Arbeitsbedingungen sorgen“, äußerten sich die Verhandlungspartner nach den Tarifverhandlungen. Die hier aufgeführten tariflichen Neuregelungen gelten nicht für Privattheater.

GDBA-Präsident Jörg Löwer erklärte: „Die weitere Erhöhung der Mindestgage und der Nichtverlängerungsschutz für Schwangere bedeuten die Verwirklichung wichtiger tarifpolitischer Ziele der GDBA auf dem Weg zu angemessenen Arbeitsbedingungen für BühnenkünstlerInnen.“

Tobias Könemann, Geschäftsführer der VdO, betonte: „Mit der neuerlichen Anhebung der Mindestgage haben wir einen signifikanten Schritt in Richtung angemessene Vergütung für alle künstlerisch Beschäftigten der Theater getan.“

Marc Grandmontagne, Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins, sagte: „Mit der Erhöhung der Mindestgagen und der Stärkung des Schwangerenschutzes, der über das hinausgeht, was bei befristeten Verträgen üblich ist, möchte der Deutsche Bühnenverein zeigen, dass es ihm ernst ist mit der Verbesserung der Arbeitsbedingungen von KünstlerInnen. Diesen von Präsidium und Vorstand initiierten Schritt tragen alle Gremien und Mitglieder im Bühnenverein mit.“

Die neue Mindestgage nach dem Tarifvertrag NV Bühne gilt für Solo-KünstlerInnen und künstlerische BühnentechnikerInnen an Stadt- und Staatstheatern und Landesbühnen. Sie bedeutet eine Anhebung um gut 8 Prozent. Es ist die zweite Anhebung nach der bereits erfolgten Erhöhung der Mindestgage im Januar 2017. Auch eine Mindestgage für Gastverträge ist ab Oktober 2017 eingeführt worden.
BühnenkünstlerInnen an Theatern werden befristet beschäftigt. Diese befristeten Verträge müssen durch sogenannte Nichtverlängerungsmitteilungen beendet werden; ansonsten verlängert sich der Vertrag automatisch um eine Spielzeit. Bei anderen befristeten Verträgen hat eine Schwangerschaft keine Auswirkung auf die Länge des Vertrages, das Arbeitsverhältnis läuft ohne Kündigung einfach aus. Mit diesen drei Bausteinen ist den Sozialpartnern ein großer Schritt nach vorne gelungen.

Kontakt:
Deutscher Bühnenverein – Bundesverband der Theater und Orchester
Vera Scory-Engels, Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 (0)221-20812-27 • Fax +49 (0)221-20812-28
E-Mail: scory-engels@buehnenverein.de

Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA)
Jörg Löwer, Präsident der GDBA
Tel. +49 (0)40-4328244-0 • Fax +49 (0)40-4328244-28

Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer e. V. – (VdO)
Tobias Könemann, Geschäftsführer der VdO
Tel. +49 (0)221-272689-40 • Fax +49 (0)221-272689-41

2.Runde der Aktion: 40.000 THEATERMITARBEITERINNEN TREFFEN IHRE ABGEORDNETEN

Die Aktion „40.000 Theatermitarbeiterinnen treffen ihre Abgeordneten“ hat gezeigt, wie wichtig und wie einfach es ist, mit den politischen Entscheidungsträgerinnen ins Gespräch zu kommen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

40 000 Mitarbeiter treffen ihre Abgeordneten, diese Initiative wird von der DTHG und dem Bühnenverein zu recht unterstützt.

Nach wie vor ist vielen Politikern nicht bewusst, was in den Theatern geleistet wird, zu welchen Zeiten und in welcher Menge.

Ja, die Kostüme werden jeden Tag gewaschen. Genau, nach der Vorstellung, dann in den Trockner. Veranstaltungstechnik, ja, das ist ein Lehrberuf.

Morgens wird hier geprobt. Ja, das bauen wir nachher wieder ab in zwei Stunden und stellen die Abendvorstellung.

Ja, jeden Tag. Auch am Sonntag. Weihnachten erst recht..

Die Fragen habe ich mal weggelassen, aber wer kennt diese Antworten nicht?!
Unsere Mitglieder sind beste Kenner der Strukturen und können detailiert und ergänzend zu den anderen Mitarbeitern der künstlerischen Abteilungen über die Arbeit am Theater und in den Häusern Auskunft geben, besonders auch über die Schwächen in die Jahre gekommener Arbeitsplätze.

Ich möchte Euch darum bitten, diese wichtige Aktion aktiv zu unterstützen und Euch bei Euren Abgeordneten für ein Theater mit Zukunft

einzusetzen.
Herzliche Grüße

Wesko Rohde

40_000_Text

Münchner Gärtnerplatztheater festlich wieder eröffnet


Nach fünf Jahren Bauzeit wurde am Wochenende das Münchner Gärtnerplatztheater festlich wieder eröffnet.
Die Süddeutsche ist des Lobes voll über den gelungenen Umbau, die denkmalpflegerische Sorgfalt, die guten Probemöglichkeiten für die Künstler und die guten Arbeitsplätze in den Werkstätten.
siehe [hier](http://www.sueddeutsche.de/kultur/theater-wand-an-wand-1.3709054 “Süddeutsche v.16.10.2017”).
Kein Wort über die Kosten stattdessen eine Lobeshymne auf den Architekten, die Stadtplaner und damit eine stolze Legitimation des „Staatstheaters am Gärtnerplatz“.
Herzlichen Glückwunsch!

(Foto: Kronenleuchter während der Bauphase)

Kuenstlerischer Ausschuss Buehnenverein: Situation Oper und Mecklenburg-Vorpommern

 

Künstlerischer Ausschuss des Deutschen Bühnenvereins tagte in Schwerin – Entwicklung der Kunstform Oper und politische Lage in Mecklenburg-Vorpommern standen im Mittelpunkt

Im Rahmen seiner Tagung am 8. und 9. Oktober 2017 in Schwerin sprach der Ausschuss für künstlerische Fragen des Deutschen Bühnenvereins u.a. über die aktuelle politische Situation in Mecklenburg-Vorpommern und Deutschland sowie über die generelle Situation der Oper. Zudem fand am Abend des 8. Oktober 2017 in den Räumlichkeiten des Staatstheaters Mecklenburg-Vorpommern unter dem Titel „Träumen mit hellwacher Vernunft“ eine Podiumsdiskussion zur Rolle des Theaters in der heutigen Zeit statt.

Im Zentrum der Sitzung stand der Austausch über die Oper zwischen Konvention und Innovation. Oft als museal und rückwärtsgewandt kritisiert, wurde in der Debatte deutlich, dass sich die Oper nicht nur an den großen Opernhäusern, sondern gerade an Mehrspartenhäusern im Aufbruch befindet. Von der Erweiterung des Kernrepertoires über die Präsentation neuer Formen bis zur Öffnung der Oper in die Stadtgesellschaft hinein, können die innovativen Ansätze die Entwicklung der Oper nachhaltig beeinflussen und neue Publikumsschichten ansprechen.

Vortragende im Ausschuss waren u.a. der Bremer Generalintendant Prof. Michael Börgerding, der Opernintendant der Stadt Halle Florian Lutz sowie der Direktor des NRW-Kultursekretariats Dr. Christian Esch. Holger Schultze, Intendant des Theaters und Orchesters Heidelberg und Vorsitzender des Ausschusses, verwies dabei auf die Bedeutung der Ensemblearbeit bei innovativen Opernformaten:

„Jede Innovation erfordert enge konzeptionelle Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten. Bei besonderen Opernformaten ist es wichtiger denn je, das Ensembletheater ins Zentrum unserer Arbeit zu stellen“.

Debattiert wurden auch die strukturellen Veränderungen in der Theater- und Orchesterlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns sowie die Planungen zum Staatstheater Nordost. Geplant ist voraussichtlich im nächsten Jahr eine Zusammenführung der Standorte Neubrandenburg/Neustrelitz sowie Greifswald/Stralsund unter einem gemeinsamen Dach unter gesellschaftsrechtlicher und finanzieller Beteiligung des Landes. Beabsichtigt ist auch, im neuen Staatstheater Nordost mittels eines mehrjährigen Fahrplans wieder zu einer Vergütung gemäß den geltenden Flächentarifverträgen zurückzukehren. Alle Beteiligten äußerten Verständnis für die schwierige Situation, in der sich die Theaterstandorte angesichts der demografischen Entwicklung befinden:

„Das Engagement des Landes verdient unter diesen Bedingungen Anerkennung und kritisch-konstruktive Begleitung“, sagte Marc Grandmontagne, der Geschäftsführende Direktor des Deutschen Bühnenvereins. „Wichtig ist, jetzt die Chance zu nutzen, tragfähige Strukturen zu entwickeln, die auch in 10 bis 20 Jahren noch zukunftsfähig sind. Dazu gehört auch, für zusätzliche Aufgaben die notwendigen Mittel einzuplanen, um zu verhindern, dass Veränderungen zulasten des künstlerischen Budgets gehen.“

Smart Glasses fürs Theater

Smart Glasses fürs Theater


Die Vorstellung, dass auf der Strasse jemand mit einer „Google-Brille“ einem entgegenkommt, die alles, was im Netz über die Personen, die die Brille erfasst, zu finden ist, anzeigt, ist für die meisten Menschen ziemlich gruselig.
Aber sogenannte smart glasses können auch für sinnvolle Zwecke eingesetzt werden. Das Londoner National Theatre, in punkto Inklusion schon seit Jahren führend, verwendet EPSONS [Augmented-Realtity-Brille Epson BT-300] zum Einblenden von Übertiteln und Informationen.
Übertitelungsanlagen verunzieren heute oft das Proszenium der Bühne und viele Zuschauer fühlen sich durch die Texteinblendungen abgelenkt oder gestört. Die Alternative, Displays in den Rückenlehnen der Vordersitze einzubauen, ist teuer und wird von Zuschauern, die eine Lese- oder Fernbrille benötigen als unzweckmäßig empfunden.
heise.de berichtet:

Der Test mit den Untertitel-Brillen wird zunächst für ein Jahr in den drei zum Nationaltheater gehörenden Spielstätten laufen. Währenddessen will man Hardware und Software in Zusammenarbeit mit Epson weiter verbessern. Das erklärte Ziel bis Oktober 2018: ein “akkurates und robustes System, das immer verfügbar ist”.

Bei EPSONs Brille handelt es sich um ein Android-Smartphone zum Auf-den-Kopf-setzen – allerdings ohne SIM-Karte. Nach dem Einschalten wird man von einem klassischen Android-Desktop begrüßt, über den man mit einer angekabelten Touch-Fernbedienung navigiert.Das Bedienkästchen enthält die eigentliche Technik: Ein Atom-x5-Quad-Core-SoC mit 1,44 GHz und 2 GByte RAM, auf dem Android 5.1 läuft. Eingebaut sind 16 GByte Flash-Speicher, den man per MicroSD-Karte erweitern kann, sowie ein GPS-Modul. Kompass, Gyroskop und Beschleunigungssensor stecken sowohl im Kästchen als auch der Brille selbst, die zudem eine 5-Megapixel-Kamera und ein Mikrofon hat. Der Akku soll sechs Stunden lang durchhalten.
Wichtigste Neuerung neben den kleineren Abmessungen sind die beiden OLED-Displays, die jeweils 1280 × 720 Bildpunkte zeigen; in den Vorgängermodellen steckten noch LC-Displays. Dank der voneinander unabhängigen Bildschirme lassen sich auch stereoskopische Inhalte darstellen. Trotz der vergleichsweise niedrigen Auflösung wirkt das Bild scharf und – im Vergleich zu den Vorgängern – sehr farb- und kontraststark. Dass die niedrige Auflösung nicht nervt, liegt am sehr kleinen Sichtwinkel von 23 Grad (laut [Epson]).

Mehr Förderung für Theater in NRW

Mehr Theaterförderung in NRW

Die Landesregierumg in Nordrhein-Westfalen will die Theater im Land finanziell zukünftig besser unterstützen. Bis zum Jahr 2021 soll der Kulturetat von derzeit 200 Millionen Euro um 50% ! gesteigert werden. Mit speziellen Fördervereinbarungen zwischen Landesregierung und den Kommunen soll die Zukunft der Theaterlandschaft, die ja künftig Teil des UNESCO Weltkulturerbes ist, eine sichere Perspektive erhalten.

Sieben Jahre musst du überstehen


Am 3. Oktober ist es soweit. Die Berliner Staatsoper unter den Linden wird wieder eröffnet, offiziell!
Für die einen Anlass zu ungetrübter Freude, für die anderen ein erneuter Beweis, dass es bei Sanierungen deutscher Theater oftmals nicht ganz rund läuft.
2010 begannen die Arbeiten und sollten 2013 beendet sein. 400 statt 230 Millionen sollen die Kosten betragen. Wer nicht kleinlich ist, kann sagen, weil es doppelt so lange gedauert hat, ist es auch doppelt so teuer geworden.
Das Feuilleton kritisiert aber auch, dass die Anhebung der Saaldecke um fünf Meter hoffentlich eine verbesserte Akustik bringen werde, wo doch das Zuschauerhaus mit seinem Historismus voller Stuck und Plüsch mehr an ein Museum als an ein zeitgemäßes Opernhaus erinnere…“rokokoig“ lautet eines der selbst geschaffenen Adjektive dafür…
Viele weitere Details zum Umbau sind hier nachzulesen.
Unter anderem:
*1.356 Stühle wurden montiert, 560 historische und 1.400 neue Lampen angeschraubt, 130.000 Meter Starkstromkabel verlegt, 4000 Kubikmeter Umzugsgut in 400 LKW-Fahrten aus der provisorischen Spielstätte im Schillertheater ins frisch sanierte Haus gebracht…*

Ärger in Coburg

Das Coburg zum Freistaat Bayern gehört ist ein Wunder. Die Tradition reichte mehr in Richtung Sachsen und Gotha.

Das Wunder lässt sich aber erklären: die 40.000 Einwohne Stadt Coburg erhielt vom Land Bayern wichtige Zusagen, darunter, die dass das Theater, eine Mehrspartenbetrieb, erhalten bleibt und kräftig mit finanziellen Zuschüssen versorgt wird.

Und so ist es auch zu erklären und durchaus erfreulich, dass die bevorstehende Generalsanierung des schmucken Hauses, die voraussichtlich 65 Millionen Euro kosten soll, zu 75% vom Land mitgetragen wird.

Soweit so gut. Streit gibt es jetzt darüber, was mit dem Ensemble wird, wenn das Theater geschlossen ist (wobei die Frage ist, ob wirklich jemand mit Sicherheit sagen kann, wie lange das dauern wird). Für 6 Millionen Euro soll eine alte Turnhalle ertüchtigt werden, sagen die einen, die anderen wünschen sich mehr Kreativität unter den Künstlern bei der Suche nach vorhandenen oder zu entdeckenden geeigneten Spielstätten (die nichts kosten sollen, freilich.)

Bei dieser Gelegenheit könne das Theater ja auch gleich ein jüngeres Publikum gewinnen, so die Argumentation.

Die Abstimmung im Stadtrat soll nun den Weg weisen.

Weitere Infos hier

Ärger in Zwickau

Bei der Sanierung des Zwickauer Gewandhauses gibt es den ersten ordentlichen Ärger. Und dennoch ist so, wie fast überall: Zeitplan und Kosten laufen aus dem Ruder. Und schnell lautet die Frage: Wer ist Schuld?

Die Stadt scheint den Schuldigen gefunden zu haben und kündigte fristlos die Verträge mit dem Architekturbüro ST aus Leipzig.

„…mangelhafte Planungs- und Koordinierungsleistungen sowie eine unzureichende Beachtung der denkmalpflegerischen Anforderungen…“, heißt das im Amtsdeutsch.

In einer Presseerklärung heißt es, dass die Rohbau-, Dach- und Fassadenarbeiten sowie Installationen in den Haustechnikgewerken ebenso weiter gehen, wie die Arbeiten der Archäologen zur Untersuchung des Bodens in Aufgrabungsbereichen.

Ein neues Theater für Gummersbach?

Bereits im März dieses Jahres hatte die Stadt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um die Kosten für einen Neubau eines Theater mit ca. 550 Plätzen auf dem Steinmüllergelände zu ermitteln. Das Ergebnis lautete: 29 Millionen. Darauf Bürgermeister Frank Helmenstein: „Das ist der Sargnagel für das Theater!“

Jetzt hat die Technische Hochschule Köln in einer repräsentativen Umfrage ermittelt, wie die Bürger über so ein Vorhaben denken.

69,7 % der Befragten halten danach ein Theater für die Stadt Gummersbach für wichtig, eher wichtig oder sehr wichtig.

62,1% stimmen einem Neubau eines Theaters mit Forum und Kino zu.

Doch damit sind die Hürden nicht genommen.

Denn: Einen Theater-Neubau, dessen Baukosten auf 29 Millionen Euro geschätzt werden und dessen Betrieb noch einmal 1,9 Millionen Euro im Jahr kosten soll, muss die Stadt vollständig aus eigenen Mitteln finanzieren. „Wir haben das abgeklärt – sowohl mit der alten als auch mit der neuen Landesregierung: Weder für ein neues Theater noch für die Sanierung des alten gibt es Fördermittel“, betonte Helmenstein. – Quelle: http://www.ksta.de/28493656 ©2017

Nun soll in einem Beschluss des Rates der Stadt im November darüber entschieden werden, ob das Grundstück, dass der Stadt gehört, bis 2020 nicht verkauft werden soll, damit nach der nächsten Wahl des Bürgermeisters und des Rates in einem Ratsbürgerentscheid durch eine Volksabstimmung über die Zukunft entschieden werden kann.

Das derzeitige Theatergebäude wurde 1974 gebaut und seit Jahren wurden keine technischen Sanierungsarbeiten durchgeführt.

Insbesondere die technischen Anlagen (Lüftung, Löschanlagen, Heizung, Sanitär, elektrische Anlage, Sicherheitsbeleuchtung, Brandmeldeanlage) haben das Ende Ihrer Lebenszeit erreicht. „Der überwiegende Teil der Anlagenteile stammt noch aus der Entstehungszeit und ist dringend sanierungsbedürftig“, sagt der Technische Beigeordnete der Stadt Gummersbach, Jürgen Hefner. Auch die Dacheindeckung weise viele Schadstellen auf und müsse immer wieder notdürftig repariert werden. Ohnehin entspreche die Gebäudehülle „in keiner Weise den heute geltenden energetischen Anforderungen“, weiß Hefner.