Reise in parallele Welten – Virtual Reality in Kunst Museum und Theater

Nachdem sich der anfängliche Hype um Virtual Reality beruhigt hat, sind die teilweise unrealistischen Erwartungen einer gewissen – positiv zu bewertenden – Nüchternheit gewichen, die einen objektiven Blick auf die Zukunft der Technologie ermöglicht und erkennen lässt, in welchen Formen sich Virtual Reality zukünftig in unsere Medienlandschaft eingliedern wird.

Virtual Reality wird – anders als das Smartphone oder in Zukunft vielleicht Augmented Reality – nicht unbedingt zu einer integralen Technologie unseres Alltags, sondern viel mehr dann relevant, wenn wir aus dem Gewohnt-alltäglichen heraus in eine andere Welt treten wollen. So bieten Kunst, Kino und Theater in ihren aktuellen Erscheinungsformen die Möglichkeit das Gewohnte zu verlassen und auch Museen und Ausstellungen sind – für einen Großteil ihrer Besucher – nicht Teil des Alltags sondern bilden künstliche Erlebnisräume, räumlich erlebbare Parallelwelten. Durch den Einsatz von Virtual Reality kann das Eintauchen in diese Parallelwelten bis hin zu einer fast vollständigen Simulation, gesteigert werden.

Während die Technologie ihren Kinderschuhen entsteigt, machen bereits immer mehr Künstler- und Gestalter*innen ihre Inhalte und Werke in Virtual Reality erfahrbar. Dabei wird die Technologie nicht nur als medial-gestalterisches Werkzeug genutzt, sondern wird selbst zum eigenständigen künstlerischen Medium. Auch immer mehr Museen erkunden die Einsatzmöglichkeiten von VR in Ausstellungen oder als ergänzende Angebote. Dabei ist jedes Projekt noch prototypisch und jeder Akteur noch Pionier.

Referent: Pablo Dornhege