APWPT fordert europaweite Kompensation der 2. digitalen Dividende

Der Verband „Association of Professional Wireless Production Technologies“ (APWPT) fordert im 10. Jahr seines Bestehens eine europaweite Kompensation der 2. Digitalen Dividende. Nutzer von drahtlosen Produktionsmitteln sollen damit überall in Europa und darüber hinaus neue Frequenzbereiche als Ausgleich dafür erhalten, dass durch die Einführung des schnellen Internet Frequenzbereiche für diese Nutzer weggefallen sind.

Der Verband setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass auch in allen europäischen Ländern Kompensationszahlungen für die betroffenen Anwender geleistet werden, wie sie etwa in Deutschland, Frankreich und Großbritannien gezahlt worden sind. Durch die  Ausgleichszahlungen sollen insbesondere mittelständische und kleine Unternehmen in die Lage versetzt werden, die notwendige Umstellung auf neue Frequenzbereiche umzusetzen.

Weltweit fallen für Nutzer drahtloser Produktionsmittel in der Content- und Veranstaltungsproduktion notwendige Frequenzen weg, die jetzt überwiegend für den Ausbau vom schnellen Internet benötigt werden. APWPT ist eine unabhängige und ehrenamtliche Vereinigung, die sich auf internationaler Ebene für die effiziente und bedarfsgerechte Bereitstellung und Nutzung von Produktionsfrequenzen für die professionelle Content- und Eventproduktion einsetzt.

Meinungsbarometer.info sprach mit APWPT-Chairman of Executive Board, Matthias Fehr, über die 10-jährige Verbandsarbeit lesen Sie hier das Interview.

Digitales Fernsehen „DVB-T2“ ändert im November erneut die Frequenzen

Das Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland hat in einer Pressemitteilung weitere Informationen zu weiteren Regionen der Inbetriebnahme von DVB-T2 bekanntgegeben. Demnach finden im November weitere Änderungen der regionalen Frequenznutzung durch das digitale Fernsehen statt. Bitte prüfen Sie unbedingt, ob Sie in den betroffenen Regionen freie Frequenzen nutzen, da später durch DVB-T2 belegt werden. Das gilt natürlich auch für Veranstaltungen, die sich noch in der Planungsphase befinden.

Weiterführende Informationen:

Bitte beachten Sie in diesem Dokument insbesondere die orangen Sektionen „Kanalwechsel im Nov. 2017“:
http://www.dvb-t2hd.de/files/SenderstandorteundKanaele(November2017).pdf

Dieses Dokument zeigt den Ausbauplan bis 2019 in seiner zeitlichen Reihenfolge:
http://www.dvb-t2hd.de/files/DVB-T2HDAusbauplanungbis2019SortierungZeit.pdf

Digitale Dividende II – Ausgleichszahlungen

In einer Mitteilung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur weist darauf hin, dass Anträge auf Ausgleichszahlungen (Entschädigung) für Produktionsmittel, die auf Grund veränderter Frequenzzuteilungen nicht mehr genutzt werden können, nach wie vor gestellt werden können.

In der Mitteilung heißt es:

Das BMVI hat auf dieser Grundlage am 18. September 2015 eine Richtlinie erlassen, nach der Ausgleichszahlungen an Nutzer drahtloser Produktionsmittel (PMSE) im Frequenzbereich 470 – 790 MHz gewährt werden. Grundsätzlich anspruchsberechtigt sind PMSE- Nutzer mit Zuteilungen im Bereich 694 – 790 MHz sowie, bei künftig nicht mehr ungestörter Nutzung, Nutzer mit Zuteilungen im Bereich 470 – 694 MHz.

Die Ausgleichszahlungen werden in einem Antragsverfahren geleistet, das durch die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) durchgeführt wird. Seit Beginn des Verfahrens am 1. Januar 2016 konnte erfreulicherweise die weit überwiegende Anzahl der bislang gestellten Anträge positiv beschieden und entsprechende Mittel zeit- nah ausgezahlt werden.

Die BAV informiert auf ihrer Website ausführlich über die Vorausset- zungen sowie den Ablauf des Verfahrens und bietet die Möglichkeit, den Richtlinientext abzurufen. Darüber hinaus können potenzielle Antragsteller die zuständigen Mitarbeiter der BAV telefonisch kontaktieren, um Einzelfragen zu klären.

Informationen finden Antragsteller unter folgendem Weblink:

https://www.bav.bund.de/DE/3 Aufgaben/5_Ausgleichszahlungen/l PMSE/PMSE node.html 

 

Alternative Frequenzbereiche für drahtlose Mikrofone

 

 

 

 

 

 

Aktuell wird in vielen Nationen in politischen Entscheidungsgremien die Bereitstellung
von neuen Frequenzbereichen für Ausbildung, Kunst, Kultur und Creative‐Industrie beraten. Der Interessenverband APWPT stellt hiermit weiterführende Sachinformationen zur Verfügung.

1) Welche Frequenzbereiche werden beraten

 

‐  1350 bis 1400 MHz

Ein Frequenzbereich für wissenschaftliche Nutzung im Rahmen der Radioastronomie (Beobachtung weit entfernter Himmelsregionen) und zeitweilige militärische Nutzung, in der Regel außerhalb von Ballungsgebieten.

‐  1518 bis 1525 MHz

Ein Frequenzbereich für den Satellitenfunk der seit vielen Jahren praktisch unbenutzt ist.

Beide Frequenzbereiche werden von den zuständigen europäischen Gremien für eine nationale Bereitstellung empfohlen (2).

2) Warum werden alternative Frequenzbereiche beraten?

Nach 800 MHz wird aktuell der Frequenzbereich 700 MHz auf eine Nutzung durch „Handy und Co“ (3)  vorbereitet. Zusätzlich sollen Sicherheitsdienste Zugang zu 700 MHz bekommen. Damit ist die weitere Nutzung durch drahtlose Mikrofone ausgeschlossen (4).

3) Auf welcher Grundlage werden alternative Frequenzbereiche beraten

Im Jahr 2012 hat die ITU, eine Organisation der Vereinten Nationen (UNO), Studien zu alternativen Frequenzen für drahtlose Mikrofone aufgenommen, um die Auswirkung einer geänderten 700 MHz‐ Nutzung zu untersuchen und alternative Frequenzbereiche zu identifizieren (5). Die Studienergebnisse wurden in Europa in weiteren Studien präzisiert (6).

Ergebnis: 1350‐1400 MHz und 1518‐1525 MHz sind grundsätzlich für drahtlose Mikrofone geeignet.

Einschränkung: Drahtlose Mikrofone, die unmittelbar auf dem Körper getragen werden, sollten weiterhin auf Frequenzen im UHF‐TV‐Bereich betrieben werden.

4) Wie findet eine nationale Umsetzung der Studienergebnisse statt?

Im Rahmen nationaler Verwaltungsabläufe gibt es grundsätzlich zwei Verfahren:

  • Die kurzfristige Bereitstellung dieser Frequenzbereiche, z. B. für Sonderveranstaltungen. Der Nachteil ist, dass dadurch keine langfristige Planungssicherheit eingeräumt wird. Das erschwert notwendige Investitionen.

  Aufnahme alternativer Frequenzbereiche in die nationale Frequenzzuweisung.
Der Vorteil ist eine langfristige Bereitstellung und damit Investitions‐ und Planungssicherheit für Hersteller und Anwender drahtloser Mikrofone.

5) Weiterführende Informationen

APWPT und seine Mitglieder nehmen seit vielen Jahren an (inter‐)nationalen Studien und Entscheidungsprozessen teil und unterstützen diese Arbeit nachhaltig. Wir sind daher umfassend über diese Abläufe informiert und stehen Ihnen gerne beratend zur Verfügung. Sie erreichen uns über diese Kontaktadressen: office@apwpt.org / +49 (0) 91 91 97 90 554

2 Aufnahme in die CEPT‐Empfehlungen ECC REC 25‐10 und ECC REC 70‐03.
3 Vereinfachung für eine Reihe drahtloser Technologien, i.d.R. bereitgestellt von Mobilfunkanbietern.
4 Weltfunkkonferenz 2015 hatte die weitere Nutzung in Frequenzbereich 694‐703 MHz und 733‐758 MHz vorgeschlagen. 5 ITU‐R Report BT.2338.
6 Zum Beispiel ECC Report 245 und ECC Report 253.

APWPT APP – Daten zur Nutzung drahtloser Veranstaltungstechnik gesucht

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Der APWPT hat eine neue App (in Zusammenarbeit mit der DTHG) entwickelt.

Diese App soll dazu dienen, technische Daten zur Nutzung drahtloser Veranstaltungstechnik wie Mikroports u.a. bei Veranstaltungen zu ermitteln.
Benötigt werden diese Informationen um in der aktuellen Diskussion mit Fakten aufwarten zu können, um für den Erhalt des Frequenzspektrum für die Veranstaltungstechnik sich einzusetzen.

Mit der App können einfach und schnell die Daten einer Veranstaltung eingegeben werden. Neben dem Datum, der Dauer und einer kurzen Beschreibung sind vor allem die Anzahl genutzter Geräte und Frequenzbereiche wichtig.

Alle Daten werden anonymisiert und nicht zu kommerziellen Zwecken verwendet oder gar weiterverkauft. Sie dienen lediglich dazu, in den Diskussionen die Notwendigkeit des Erhalts eines für die Veranstaltungstechnik unverzichtbaren Frequenzspektrum mit statistischen Fakten zu belegen.

Helfen Sie mit, in dem der APWPT durch Sie diese Informationen erhält.

Die App läuft sowohl auf iOs wie Android Smartphones als auch Tablets.

Sie kann unter diesem Link heruntergeladen werden (und ist demnächst auch kostenlos in den App-Stores verfügbar)
Alternativ kann man diesen QR-Code scannen und von dort direkt zum download gelangen.

qrcode_apwpt_app

Chanson des Monats von Pigor zum Thema: Funkfrequenzen

Musik u. Text: Pigor

zum Hören und Ansehen hier klicken

Dieses Chanson ist für alle Kollegen, die jeden Abend vor, hinter und auf der Bühne
ihren Dienst tun und dabei von einer Behörde schikaniert werden.
2010 haben sie es schon einmal vorgemacht
Die Versteigerung von Lizenzen diverser Frequenzen
Hat damals fast 5 Milliarden eingebracht
5 Milliarden zahlten damals Mobiltelefonbetreiber
Für die Nutzung von Frequenzbereichen
Was kaum einer weiß: Andere mussten dafür ausweichen
Wir! Musiker, Sänger, Theater, alle die sich auf Bühnen
Drahtloser Mikrofone bedienen
Standen plötzlich vor der Situation
Entweder du kaufst dir ein neues Mikrofon
Oder du hast auf einmal ein Babyfon
Auf deiner Anlage mitten in der Show, oder ein …. oder so ein… dein Risiko
Wir haben einfach keine Lobby
Wir sind der Spielball der ver—–ten Bundesnetzagentur
Die intressiert sich einen —– für Kultur
Wir haben einfach keine Lobby, keine Lobby
2015 beginnt der eigentliche Skandal
Sie landeten denselben Coup nochmal
Wobei unter dem Vorwand Breitband-Internet in ländlichen Gebieten
Einzurichten, ausgerechnet die Frequenzen unter den Hammer gerieten
Die wir 2010 zugeteilt bekamen.
Wieder 5 Milliarden Einnahmen. Toll!
Die Telefongiganten gehen Frequenzen shoppen
Und wir können unsre Mikrofone schon wieder in die Tonne kloppen
Das ist eine dermaßende Ungerechtigkeit das ist eine ———–
Diese——– gehören meiner Ansicht nach ge———
Wir haben einfach keine Lobby
Die Bundesnetzagentur schiebt uns hin und her
Die Mobilfunkanbieter sind milliardenschwer
Und Veranstaltungstechnik interessiert nur peripher
Wir haben einfach keine Lobby
Leider ist der Sachverhalt ziemlich kompliziert
Weshalb das außer ein paar Bühnenhanseln niemanden interessiert
Doch es ist ein Teil unserer Kultur!
Eine bedrohte Art! Rettet das Funkmikrofon

Wir haben leider keine Lobby
Bleibt zu hoffen, dass es bei der Umstellung auf DVB-T2
Einen Aufschrei gibt
Wenn Millionen funktionierender, Receiver in die Tonne gehauen werden müssen
Weil es eine Behörde so beschlossen hat!
DVB-T2? Ja, das digitale terrestrische Fernsehen
Über Antenne – die Umstellung kommt 2016
Da sind vielleicht auch Sie betroffen… Har har

 

Moderne Lastmessung bei der NürnbergMesse

Die Messe Nürnberg verfügt über ein neues, hochmodernes System zur Lastenmessung. Dieses wurde von der beauftragten SAG Gruppe ausgewählt und auf den individuellen Standort und Bedarf der Messe angepasst.
Die mit ihrem Hauptsitz in Langen ansässige SAG Gruppe ist herstellerunabhängig spezialisiert auf die energietechnische Infrastruktur von Versorgungs- und Industrieunternehmen und ist langjähriger Servicepartner der NürnbergMesse.

Bei dem gewählten Produkt handelt es sich um das RonStageMaster Lastmesssystem von Eilon Engineering, welches in Deutschland von der DTHG-Mitgliedsfirma cast C. Adolph & RST Distribution mit Sitz in Hagen vertrieben wird.

Das System verfügt über 300 Lastmesszellen. Es ermöglicht die Datenübertragung ausschließlich per Funk sowie hohe Betriebssicherheit durch zwei redundant arbeitende Funkfrequenzen. Die auftretenden statischen Belastungen werden zuverlässig ermittelt, sodass die Statik und Befestigungen der Konstruktionen optimal ausgelegt werden können. Dies sorgt für ein hohes Sicherheitsniveau beim Umgang mit angehängten Lasten (z.B. Scheinwerfern, Lautsprechern, Traversen oder Kettenzügen) beim Auf- und Abbau von Messeständen oder Bühnen.

Die Lastmesszellen verfügen über eine Sendedauer von mindestens 30 Tagen, Daten werden zudem dauerhaft protokolliert und kontinuierlich an Kunden per Webbrowser weitergegeben.
In enger Zusammenarbeit zwischen cast und SAG wurde die Funktionalität der Lastmessung stetig erweitert und an die Anforderungen angepasst.
In Zukunft soll das System die auf dem gesamten Messegelände anfallenden Lasten zentral oder direkt vor Ort zu überwachen. Diese Überwachung dient neben der Sicherheit auch dem Gebäude- und Bestandsschutz der Messehallen.

Achtung: Neue Entschädigungsregelung ins Sachen Funkfrequenzen in Vorbereitung

apwpt_salatNoch ist die Versteigerung des 700 MHz-Spektrums nicht abgeschlossen, bereitet das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur eine Regelung zur Entschädigung von Nutzern drahtloser Produktionsmittel, wie Mikroports, vor.

Wir erinneren uns mit gemischten Gefühlen an die letzte “Billigkeitsrichtlinie”, welche nach der Versteigerung im Jahr 2009 mit vielen bürokratischen Hürden versehen war und nur auf Grund vieler Einsprüche nachträglich geändert wurde.

Um die schlechten Erinnerungen zu vermeiden, soll die neue Richtline auch einen neuen Namen bekommen: Ausgleichszahlung!

Wichtig ist: Voraussetzung für eine Entschädigung ist eine gültige Lizenz der BNetzA für den 700 MHz-Bereich.

Ist es möglich nachträglich eine Genehmigung zu erhalten, um Zahlungen beantragen zu können?
Ja.

Bis Ende März können alle Eigentümer drahtloser Werkzeuge (PMSE) nachträglich eine Genehmigung bei der BNetzA beantragen.

Ab 1. April ist dies nicht mehr möglich.

Wer also Funkstrecken im 700 MHz-Bereich betreibt, ohne eine Lizenz bei der BNetzA erworben hat, sollte jetzt schnell handeln.

Weitere Einzelheiten einer künftigen Entschädigungsregelung sind noch in der Diskussion.

 

Wie stellt man einen Antrag?
Die Einzelzuteilung für drahtlose Mikrofone oder Rückstrecken (IEM) erfolgt auf Antrag, der an die Bundesnetzagentur gerichtet werden muss.

Ein Antragsformular ist hier erhältlich: Antrag – Durchsagefunk

Zulassung zur Frequenzversteigerung eröffnet

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Die Bundesnetzagentur hat das Zulassungsverfahren zur Frequenzversteigerung eröffnet. Damit beginnt in Deutschland als erstem Land in Europa die Versteigerung von Frequenzen  u.a. im 700 Mhz-Band.

Die Argumente dafür waren schon bei der Digitalen Dividende I im Jahr 2009 zu lesen:

“Insbesondere die frühzeitige Vergabe dieser Frequenzen soll im ländlichen Raum die Breitbandversorgung im Wettbewerb der Anbieter spürbar verbessern”

In einem Beitrag auf heise.de heißt es dazu:

Der Wechsel auf DVB-T2, bei dem nicht nur Sendeanstalten die Ausstrahlung umstellen müssen, sondern Teilnehmer auch neue Empfängerboxen brauchen, wird einige Zeit dauern. Die BNetzA rechnet daher damit, dass dieser Frequenzbereich vom Mobilfunk erst ab 2017 für die Breitbandversorgung eingesetzt wird.

Bis zum 6. März 2015 können Unternehmen sich für die Versteigerung zulassen, die dann im Juni 2015 stattfinden soll.

Während die Bundesregierung auf hohe Einnahmen hofft, werden die Erwartungen der Internetnutzer allerdings bereits gebremst. Von den immer wieder beschriebenen Internetzugängen mit Geschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde könnten beim Nutzer gerade mal 10 MBit/s ankommen.

Über die den Bundesländern zugesagte Beteiligung an den Kostenerstattungen für die (erneute) Umstellung der drahtlosen Veranstaltungstechnik will derzeit niemand sprechen.

Das gesamte Verfahren steht wegen des Mißverhältnisses von Aufwand und Nutzen stark in der Kritik.

Mobilfunk-Lobbyist Bitkom sorgt sich um 700 MHz-Spektrum

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Der Branchenverband der Mobilfunktbetreiber Bitkom sorgt sich, dass trotz der beschlossenen Versteigerung insbesondere des 700-MHz-Spektrums, dieses nicht für mobiles Internet genutzt werden kann.

In einer News auf heise.de wird der Bitkom-Chef Dieter Kempf zitiert:

“Die Frequenzen müssen so schnell wie möglich freigemacht werden…Das ist rechtlich bindend niederzuschreiben.”

Die Sorge wird u.a. damit begründet, dass die ARD die Frequenzen erst 2019 räumen will.

Die Nutzer drahtloser Produktionsmittel der Veranstaltungstechnik, wie Mikroports, bereiten der Bitkom ebenfalls “Sorgen”, sind doch Lizenzen teilweise bis zum Jahr 2025 durch die BNetzA vergeben worden. Allerdings sieht hier die Bitkom den Bund und die Länder in der Pflicht und geht davon aus, dass durch Erstattung der Umstellungskosten das Problem gelöst werden kann.

Die Ausfälle und Unkosten für die Rundfunkanbieter seien dabei überschaubar, ergänzte Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder. Der Umzug der Sender in andere Frequenzbereiche sei vergleichsweise einfach zu handhaben. Zuschauer müssten sich mit dem parallelen Umstieg auf DVB-T2 vielleicht neue Decoder zulegen. Am teuersten werde sich so wohl die Kompensation der Veranstaltungstechniker gestalten.

So  einfach, denkt sich die Sache die Bitkom: Fernsehzuschauer kaufen sich eben einen neuen Decoder und Bund und Länder zahlen für die Veranstaltungstechnik…

Diese Statements werfen ein bezeichnendes Bild auf das Problembewußtsein insbesondere gegenüber der Veranstaltungstechnik.