Keine Sanierung in Oberammergau

Es hätte so schön werden sollen. Nachdem Sanierung und Eweiterung des Oberammergauer Festspielhauses bereits beschlossen waren (siehe auch hier) startete eine Bürgerinitiative, um ein Bürgerbegehren gegen die angebliche „Luxussanierung“ zu verlangen. Doch bevor die Bürger zur Entscheidung gerufen werden, machte nun der Gemeinderat seinen Beschluss rückgängig und kommt damit den empörten Bürgern zuvor. Zur Begründung heißt es, dass auf Grund eines vermeintlich durchzuführenden Begeherens es unmöglich sei, den Plan einzuhalten. Das sanierte Haus sollte 2020 fertig sein. – Doch nun bleibt alles wie es ist. Nach 2020 will man erneut über die Pläne diskutieren. Vermutlich.

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In Würzburg rollen die Bagger

Auch in Bayern haben inzwischen die Ferien begonnen. Damit startet in Würzburg die Sanierung des Mainfranken Theaters. Bis zum 2022 sollen Maßnahmen im Wert von 69 Millionen Euro durchgeführt werden. In diesem Jahr beginnen die Arbeiten für die Errichtung eines neuen Vorbaus.
Geplant sind unter anderem die Einrichtung eines „Kleinen Hauses“ wie eines Ballettprobenraums in dem neuen Kopfbau des Theaters, die Schaffung eines neuen Orchesterprobenraums, die Sanierung des Haupttraktes mit dem „Großen Haus“ sowie die Vergrößerung der Werkstätten. Außerdem sollen sämtliche ausgelagerte Theaterbereiche ins Theatergebäude verlegt werden.

„Damit wird das Theater fit für das 21. Jahrhundert: Nur so können wir die zentralen Anforderungen an einen wirtschaftlichen, sicheren und zukunftsfähigen Spielbetrieb erfüllen“,

sagte Oberbürgermeister Christian Schuchardt.

Mannheim: Wer zahlt wieviel?

Die Notwendigkeit der Sanierung des Nationaltheaters Mannheim ist unstrittig. Ob allerdings die bnötigten 240 Millionen Euro aufgebracht werden können ist noch unklar. Bisher liegen Zusagen in Höhe von je 80 Millionen Euro durch den Bund (Kulturstaatsministerin Grütters) und die Stadt Mannheim vor. Die Frage an das Land Baden-Württemberg hat den Ministerpräsidenten Kretschmann “in Erstaunen versetzt”, wie t-online meldet. Es handele sich um eine freiwillige Leistung, so der MP, worauf Mannheim keinen Anspruch habe. Allerdings liegt die Kulturhoheit bei den Bundesländern, so dass sich auch Baden-Württemberg nicht vor der Aufgabe drücken können wird…

Das Nationaltheater Mannheim, dessen erster Bau 1777 als erste “deutsche Nationalschaubühne” eröffnet wurde und in dem 1782 Schillers Räuber uraufgeführt wurden, war nach der Zerstörung 1945, im Jahr 1957 neu erbaut worden. Das Gebäude ist heute ein Kulturdenkmal aufgrund des Baden-Württembergischen Denkmalschutzgesetzes!

Die Generalsanierung soll 2022 beginnen.