Bundeskulturstiftung fördert Projekte mit mehr als 26 Millionen

Unter Vorsitz der Kulturstaatsministerin Monika Grütters verabschiedete die Bundeskultursatiftung Programme und Projekte im Umfang von insgesamt 26,6 Mio. Euro.

Das größte Vorhaben ist das Programm Kultur digital, das bis 2024 insgesamt 18 Mio. Euro erhält. Gefördert wird die Entwicklung und Umsetzung digitaler Vorhaben in den Bereichen digitales Kuratieren, künstlerische Produktion, Vermittlung und Kommunikation in Kulturinstitutionen jeglicher Sparten. Die Häuser arbeiten im projektbezogenen Verbund von mindestens zwei Kultureinrichtungen sowie mit Expertinnen für Digitales zusammen, um sich neue Kompetenzen anzueignen, Wissen und Inhalte auszutauschen und in offenen Netzwerken zu veröffentlichen.

Als drittes Vorhaben im Rahmen des Programms Kultur digital werden in den Jahren 2019 bis 2021 insgesamt 54 Künstlerstipendien für Theaterschaffende an der in Gründung befindlichen Akademie für Digitalität und Theater, einer gemeinsamen Initiative des Theater Dortmund, des Landes NRW und der Stadt Dortmund, gefördert. Mit der Akademie, die in Kooperation mit dem Deutschen Bühnenverein, der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft, der Folkwang Universität der Künste und der Fachhochschule Dortmund aufgebaut wird, entsteht für die Theater in Deutschland erstmals ein Ort der digitalen künstlerischen Forschung und der Aus- und Weiterbildung des künstlerischen wie auch technischen Personals.

enjoy complexitiy

Mit einem dreitägigen Symposium startet die neue Akademie für Digitalität und Theater in Dortmund.

„Diese Akademie soll ein Ort der Forschung werden!“ mit diesen Worten eröffnete der Dortmunder Schauspielintendant Kay Voges am 23. Februar die Akademie für Digitalität und Theater und den Eröffnungskongress, der unter dem Titel „enjoy complexitiy“ veranstaltet wurde.
„Wir wollen den Geist der Kreativität in diese ehemalige Grundschule bringen…“

Isabell Pfeiffer-Poensgen, Kulturministerin NRW:
„Wie wird sich das Verhältnis von analogem und digitalem im Theater entwickeln…kaum eine Kunstform ist so gut geeignet wie die Theaterkunst diese Fragen des digitalen Zeitalters zu erforschen mit Theater, Tanz und Performance, mit Installationen, Audio und vielen weiteren Entwicklungen.“

Jörg Stüdemann Kulturdezernent, Kämmerer und Stadtdirektor der Stadt Dortmund

„Das Schauspiel Dortmund ist von einer bestialischen Dynamik, was ihr macht, ist bewundernswert…“
“Das ist für uns ein herausragender Moment.”

Marc Grandmontagne, Geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins :

„Das Theater ist der Ort, in dem Alternativen produziert werden. Es ist Bestandteil einer offenen Gesellschaft, weil es die Verhältnisse nie als axiomatisch gegeben ansieht, sondern zeigt, dass es auch anders geht. Um das auch zukünftig aufrecht erhalten zu können, brauchen wir mehr Wissen, mehr Forschung, mehr Bildung. Eine Einrichtung wie diese Akademie kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, nicht nur in dem sie den künstlerisch-ästhetischen Diskurs führt, sondern auch um den Stellenwert der Kunstfreiheit in einer offenen Gelesserschaft fortzuschreiben…“

Prof. Dieter Gorny
Seit 2005 ist Gorny nebenberuflicher Professor für Kultur- und Medienwissenschaft der Fachhochschule Düsseldorf.

„Wir brauchen die Denkräume, die Anstösse nicht um über die Relevanz von Theater zu sprechen, wir brauchen sie, um die gesellschaftlichen Fragen zu diskutieren. Ich glaube daran, dass die Debatte von der Kunst aus geführt werden muss, wie wir mit der Digitalisierung umgehen, denn sonst wäre die Debatte einseitig. Deshalb brauchen wir solche Orte. Und es ist fantastisch, dass dies von diesem Theater angestossen wurde. Das Schauspiel Dortmund ist eines der wenigen Theater, bei dem ich nicht frage, WAS gespielt wird, sondern einfach hingehe.”


Die DTHG ist Kooperationspartner dieser neuen Akademie. In unserem Workshop zur Zukunft des Theaters haben wir in der großen Gruppe von Theaterleuten und Freelancern für ordentlich Diskussionsstoff gesorgt. Das war ein tolles Ereignis.

Europaweit einzigartig: Studiengang Theatertechnik

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Nach der erfolgreichen Hausmesse des Studienganges Theater-/Veranstaltungstechnik der Beuth Hochschule Berlin hat die Berliner Morgenpost in einem Interview mit Prof. Stephan Rolfes nach den Besonderheiten dieser Ausbildung gefragt.

Dabei erläuterte Prof. Rolfes:

Die meisten Menschen machen sich kein Bild davon, was hinter einem Theatervorhang geschieht. Bei den großen Theatern steckt eine riesige Maschinerie dahinter. Selbst in Schulaulen gibt es heute schon einiges an Hebezeugen, Steuerungstechnik, motorischen Scheinwerfern, digitalen Mischpulten und so weiter. Wir bilden diejenigen aus, die das entwickeln, bauen und bedienen und die nach einer Zeit der Berufserfahrung in eine Führungsposition aufsteigen können.

Die Theatertechnik an der Beuth Hochschule für Technik Berlin hat 45 Studienplätze. Es gibt keine Zulassungsbeschränkung und keinen NC. Alle Details unter: www.beuth-hochschule.de/b-tt