“Himmlisches Theater” in Neuzelle

Nahe der polnischen Grenze, knapp 40 km südlich von Frankfurt (Oder) liegt Neuzelle. Im Jahr 2018 feiert das dortige Kloster Neuzelle sein 750-jähriges Jubiläum.

Warum ist das für Theatertechniker interessant?

Kloster Neuzelle, “Himmlisches Theater”, Kreuztragung, Fotograf: Bernd Geller

Weil dieses Kloster über einen ganz besonderen „Schatz“ verfügt, der besichtigt werden kann: dreidimensionale Szenenbilder aus dem 18. Jahrhundert, die in Neuzelle zur Aufführung von Passionsspielen genutzt wurden.
Der böhmische Künstler Joseph Felix Seifrit wurde im Jahr 1751 mit ihrer Herstellung beauftragt.

1997 entdeckte Walter Ederer (heute Direktor für Marketing und Kultur der Stiftung Stift Neuzelle) die Kunstwerke zufällig im Kirchturm der Klosterkirche –in einem bedauernswerten Zustand, verschmutzt und mit Wasserschäden. Die Klosterstiftung erkannte trotzdem schnell den Wert der Kulissen, recherchierte ihre Geschichte und setzt sich seither mit großem Engagement für deren Restaurierung ein. Sowohl von ihrem Umfang, als auch von ihrer Größe und künstlerischen Qualität gelten diese Szenenbilder als europaweit einzigartig.

Im März 2015 wurde ein eigens auf dem Klostergelände hierfür errichtetes Museum „Himmlisches Theater“ eröffnet. Hier sind zwei bereits vollständig restaurierte Szenenbilder zu erleben: die Szenen vom Judaskuss und der Kreuztragung . Die weiteren Szenen werden in Form von Fotografien präsentiert und werden nach ihrer Restaurierung ebenfalls nach und nach im Museum Einzug halten.

Kloster Neuzelle, “Himmlisches Theater”, Judaskuss, Detailaufnahme, Fotograf: Bernd Geller

ABTT-Symposium in London: The National Theatre – A Place for Plays

Am Sonntag, den 30. Oktober 2016 veranstaltet der britische Partnerverband der DTHG, die Association of British Theatre Technicians (ABTT), ein Symposium unter dem Titel “The National Theatre: A Place for Plays” im National Theatre in London.

Den Anlass hierzu gibt das 40-jährige Jubiläum der Eröffnung des Theaters durch Queen Elizabeth II.

Die Vortragsthemen stehen unter dem Leitthema “Theater und Architektur – Eine Diskussion: Konfrontationen, Missverständnisse oder Zusammenarbeit?”

Experten berichten und diskutieren, wie Theaterschaffende am National Theatre gearbeitet und zu seinem Erfolg als Spielstätte beigetragen haben. Zudem werden die zukünftigen technischen Möglichkeiten des Hauses erwogen.

Das Kongressprogramm, das am Vorabend (29.09.) mit einer Einführungstour beginnt, finden Sie auf der Website der ABTT unter diesem Link.

Im DTHG-Kalender finden Sie den Termin unter diesem Link und können ihn in Ihren Kalender importieren.

Geometric shapes exercise at The National Theatre

The National Theatre, Quelle: WikiCommons, Foto: Basher Eyre

Sanierung des Landestheaters Coburg ab dem Jahr 2017

Landestheater Coburg

Landestheater Coburg

Seit seiner Eröffnung im Jahr 1827 als Herzogliches Sachsen-Coburg-Gothaisches Hoftheater hat das Landestheater Coburg infolge steigender Zuschauerzahlen und Ansprüche sowie technischer Innovationen bereits viele bauliche Veränderungen erfahren. Die letzte umfassende Sanierung liegt jedoch schon rund 40 Jahre zurück.

Wie der Bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) und der Coburger Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) am 1.02.2016 in einer gemeinsamen Pressekonferenz ankündigten, soll das Theater im Jahr 2017 grundlegend saniert und restauriert werden. Hierfür werde der Freistaat Bayern mehr als 40 Millionen Euro bereitstellen. Ausschlaggebend für den Zeitpunkt des Sanierungsvorhabens war ein Wasserschaden im Jahr 2013, infolgedessen das Gebäude im jetzigen Zustand nur noch bis Ende des Jahres 2018 genutzt werden dürfte.

Das nach Plänen von Karl Balthasar Harres und Vincenz Fischer-Birnbaum errichtete klassizistische Hauptgebäude besteht aus einem Foyer, Zuschauer- und Bühnenbau, einem dreigeschossigen Mittelbau und seitlichen Flügelbauten. In einer geplanten Bauzeit von vier Jahren soll dieses Gebäude an die Anforderungen der heutigen Zeit angepasst und um einen Erweiterungsbau ergänzt werden. Während der Sanierung soll der Theaterbetrieb in einer Ausweichspielstätte fortgeführt werden.

Zudem werde das Landestheater Coburg sich gemeinsam mit der Veste Coburg für die Aufnahme in das UNESCO-Welterbe “Lutherstätten in Mitteldeutschland” bewerben.

 

Konferenz des ITI: “Independent Theatre in Contemporary Europe: Structures – Aesthetics – Cultural Policy” vom 2. bis 4. Dezember in Hildesheim

Unter dem Titel “Die Rolle der Freien Theater im europäischen Theater der Gegenwart: Studien zu strukturellen und ästhetischen Veränderungen” hat ein Forschungsteam unter der Leitung von Prof. em. Dr. Manfred Brauneck untersucht, wie sich die europäische Theaterlandschaft und vor allem die freie Theaterszene seit den 1960er Jahren verändert haben.

Die Ergebnisse der zahlreichen im Rahmen des Projekts entstandenen Studien werden vom 2. bis 4. Dezember auf einer vom Deutschen Zentrum des Internationalen Theaterinstituts (ITI) organisierten Konferenz auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg in Hildesheim präsentiert. Im Rahmen der Konferenz werden zudem europäische Theaterexperten über aktuelle Entwicklungen und künftige Herausforderungen für Künstler in der Freien Theaterszene diskutieren.

Die Anmeldung zur Teilnahme an der Konferenz ist bis zum 29.11.2015 unter diesem Link möglich.

Das 5-jährige Forschungsprojekt wurde ermöglicht aus Mitteln des Balzan-Preises der Internationalen Balzan Stiftung. Mit diesem wurde Manfred Brauneck, ehemaliger Direktor des Hamburgischen Zentrums für Theaterforschung, im Jahr 2010 für sein Werk “Die Geschichte des Theaters in all seinen Ausdrucksformen” ausgezeichnet

 

“Innovationstag 2015” bei der tennagels Medientechnik GmbH

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Am 4.11.2015 fand in Düsseldorf am gemeinsamen Standort der Firmen tennagels Medientechnik und LAVAlabs Moving Images der 1. „Innovationstag“ statt. Gemeinsam mit der Hochschule Düsseldorf präsentierten die drei Partner vor 280 geladenen Gästen in Form von Vorträgen, Workshops und Demonstrationen eine repräsentative Auswahl ihre innovativen Produkte, Produktionen und Projekte zum Thema digitale Medienlösungen.

IMG_8503-kUnter dem Titel „Innovationshub“ arbeiten die Partner an gemeinsamen Forschungsprojekten, gefördert mit Mitteln des Land Nordrhein-Westfalen sowie Geldern  aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Wie Andreas Gause (Geschäftsführer der DTHG-Mitgliedsfirma tennagels Medientechnik) ankündigte, planen die Partner, den „Innovationstag als eine „reelle und virtuelle Plattform“ von nun jährlich anzubieten. Die gelungene Erstveranstaltung war ein guter Start für diese informative, kommunikative und vielseitige Art der Kooperation mit guten “Networking”-Möglichkeiten.

Architekten des Neuen Staatstheaters Karlsruhe bekommen den Großen Österreichischen Staatspreis für Architektur

Der mit 30.000 € dotierte Große Österreichische Staatspreis für Architektur wird von der Österreichischen Regierung auf Vorschlag des Österreichischen Kunstsenats hin an österreichische Bürger vergeben. Die diesjährigen Preisträger sind Elke Delugan-Meissl und Roman Delugan, die im Jahr 1993 in Wien das Büro Delugan Meissl Architects gründeten. Ausgezeichnet wurde das Architektenduo für ihre „vielschichtigen, zum Teil radikalen Arbeiten auf dem Gebiet der Architektur“ und ihre „dezidiert gesprochene Formensprache, die komplexe Lösungen für komplexe Aufgaben signalisiert“.

Einer ihrer aktuellen Aufträge ist das Neue Staatstheater Karlsruhe: die Sanierung und Erweiterung des nach über 40-jähriger Nutzung auch hinsichtlich Barrierefreiheit, Brandschutz, Nachhaltigkeit und angemessener Arbeitsplatzbedingungen überholungsbedürftigen Badischen Staatstheaters. Hierbei wird zunächst als zusätzliches Gebäude ein neues Schauspielhaus gebaut werden. Anschließend werden die Werkstätten und der musikalische Apparat erweitert werden, bevor im abschließenden Bauabschnitt das Bestandsgebäude saniert werden wird.

Quellen:

– Wikipedia: Großer Österreichischer Staatspreis

ORF

Staatstheater Karlsruhe

Veranstaltungssicherheit: TH Köln veröffentlicht kostenlose Handreichung für eine „Kultur der Verantwortung“

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Die multidisziplinäre Arbeitsgruppe Veranstaltungssicherheit am Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG) der TH Köln hat einen Leitfaden entwickelt, der Organisatoren von Veranstaltungen bei ihrer verantwortungsreichen Arbeit unterstützt.

Die Broschüre „Die Sicherheit einer Veranstaltung. Eine Kultur der Verantwortung“ kann kostenlos über diesen Link heruntergeladen werden.
Sie enthält wissenschaftlich fundiertes Basismaterial, um eine Veranstaltung sicher zu planen und den Besuchern einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen. Hierzu gehören Grundlagen zum Sicherheitsbegriff, zu Bedürfnissen und Verhaltensweisen von Besuchern sowie zum Phänomen der Panik, Überlegungen zu Sanitäts- und Ordnungsdienst, Methoden des Risikomanagements und Anleitungen zur Entwicklung eines Sicherheitskonzepts.

Dazu Christian A. Buschhoff, DTHG-Vorstandsbeauftragter für Besuchersicherheit und Mitwirkender in der Arbeitsgruppe Veranstaltungssicherheit: „In der öffentlichen Diskussion werden Veranstaltungen in genehmigten Versammlungsstätten oder im öffentlichen Raum schnell als unsicherer Ort wahrgenommen. Dieser ‚Kultur der Angst‘ wollen wir mit unserer Handreichung eine ‚Kultur der Verantwortung‘ gegenüberstellen.“

Mehr Informationen: Siehe Website der TH Köln.

USITT-Architektur-Wettbewerb für Studenten

USITT

Der amerikanische Partnerverband der DTHG, USITT (United States Institute for Theatre Technology) hat einen Wettbewerb für Theater- und Architektur-Studenten ausgeschrieben, bei dem es gilt, gemeinsam ein perfektes Campustheater zu entwerfen.

Studententeams, die teilnehmen möchten, melden sich bitte bis zum 30. Oktober 2015 unter folgendem Link an: www.usitt.org/awards/studentarch

Frist für die Einreichung der Wettbewerbseinträge ist der 19. Januar 2016.

Eine Jury wird drei der eingereichten Beiträge für die Endrunde auswählen, die im März 2016 auf der USITT Annual Conference & Stage Expo 2016 in Salt Lake City stattfinden wird.

Mehr Informationen: siehe USITT-pdf-Datei und USITT-Website.

Heute wird DTHG-Ehrenmitglied Heiner Bruns 80 Jahre alt.

Heiner Bruns bei seiner Auszeichnung als DTHG-Ehrenmitglied auf der Mitgliederversammlung 2010 in Gelsenkirchen.

Heiner Bruns bei seiner Auszeichnung als DTHG-Ehrenmitglied auf der Mitgliederversammlung 2010 in Gelsenkirchen.

Der Vorstand und das Geschäftsstellen-Team der DTHG gratulieren herzlich und wünschen Herrn Bruns viel Freude und Gesundheit für sein neues Lebensjahrzehnt!
Der gebürtige Düsseldorfer Heiner Bruns studierte Germanistik, Kunstgeschichte, Philosophie und Soziologie und war viele Jahre lang als Dramaturg, Regisseur und Theaterintendant an zahlreichen Häusern tätig.
Seine letzte Station war das Theater Bielefeld, das er von 1975 bis 1998 als Intendant leitete und hier insbesondere mit der Aufführung von Werken aus der Zeit der Weimarer Republik sowie zeitgenössischen Ur- und Erstaufführungen für überregionales Interesse sorgte.
Im Jahr 2000 wurde Heiner Bruns mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
Als Vertreter des Deutschen Bühnenvereins war Heiner Bruns bis Juni 2015 Mitglied des Erweiterten Vorstands der DTHG.

Mehr Informationen:
Opern-Freund.de

Realisierung eines Entwurfs des Projektes “Staging the Stage” der TU Berlin geplant

Das von der DTHG unterstützte Projekt „Staging the Stage“ der TU Berlin (siehe auch unsere News vom 10.07.15) findet Erwähnung im Berliner Abendblatt.
Der Verein Initiative TheaterMuseum Berlin e.V. unter dem Vorsitz von DTHG-Mitglied Dr. Stefan Gräbener ist Kooperationspartner des Projektes und plant, einen der Entwürfe für die Umsetzung in Form einer mobilen Ausstellung zu realisieren.
Sechs Masterstudenten des Studienganges Bühnenbild_Szenischer Raum hatten im Rahmen ihrer Abschlussarbeit die Aufgabe gehabt, Entwürfe zu der Frage zu entwickeln, wie man die Faszination des Theaters museal erfahrbar machen könnte. Diese wurden auf der Stage|Set|Scenery im Juni und an der TU Berlin im Juli 2015 präsentiert.