GEMEINSAME STELLUNGNAHME für die Beibehaltung der Vielfalt von Lichtquellen und die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks im Theater

Die Steigerung der Energieeffizienz ist ein wichtiges Anliegen von Theatern und Studios in ganz Europa. Produkte, die die LED-Technologie verwenden, stellen eine wertvolle Ergänzung bestehender Theaterlichtquellen mit vollem Farbspektrum dar.

Umfassende Marktuntersuchungen in ganz Europa zeigen, dass es für die überwiegende Mehrheit der mit Halogenleuchtmitteln ausgestatteten Theaterscheinwerfer keinen gleichwertigen Ersatz gibt. Aktuelle LED-Produkte bilden nicht das volle Spektrum ab und weisen statt eines gleichmäßigen Spektralverlaufs von 380nm (blau) bis 780nm (rot) starke Steigungen und Gefälle auf.

Wenn im Rahmen der Durchsetzung der Verordnungen (gemäß des aktuellen Entwurfs) ab 2020 keine neuen Halogenleuchtmittel (auch nicht von bekannten Typen) mehr am Markt platziert werden dürften, dann müssten laut PLASA mehr als 5 Millionen (>5.000.000) voll funktionsfähige Theaterscheinwerfer entsorgt (und durch neue Geräte ersetzt) werden.

Bei der verbrauchten Energiemenge sind – im realen Theaterbetrieb – keine signifikanten Verbesserungen zu erwarten, da moderne LED-Scheinwerfer (im Gegensatz zu Halogen- Scheinwerfern) einen erhebliche Energieverbrauch im zeitlich deutlich überwiegenden Standby- Betrieb (die Geräte werden in Bereitschaft gehalten um sofort eingeschalten werden zu können) haben. Darüber hinaus weist eine Umfrage an den Londoner Westend-Theatern darauf hin, dass die szenische Technik (Licht, Ton und Bühnenmaschinerie gemeinsam!) nur 6% des gesamten Energieverbrauchs von Theatern ausmacht.

Da es für die überwiegende Mehrheit der Typen keinen gleichwertigen Ersatz gibt und auch keine nennenswerte Energieeinsparung für die Theater erreicht werden, jedoch großen Schaden für die künstlerische Meinungsfreiheit in der Europäischen Union entstehen würde, ersuchen wir die Regulierungsbehörde dringend, die existierende Ausnahme für das Theater, in einer präzisierten Form, in der neuen EcoDesign Verordnung (im Anhang I, 2.) zu erhalten:

„Lichtquellen für die Theater- und Studiobeleuchtung, bei denen, zusätzlich zur Sichtbar- machung einer Szene oder eines Objektes für Menschen, die Spektralverteilung des Lichts spezifischen Erfordernissen genügen muss, eingeschränkt auf Lichtquellen die eine Farbtemperatur von ≥2900K, und einen Lichtstrom von ≥2000lm erreichen.“

Wir, die unterzeichnenden Verbände, unterstützen die EcoDesign-Ziele. Und diese aktualisierte, enge Definition unterstützt die Zielsetzung der Europäischen Kommission Gesetzeslücken zu schließen.

Die unveränderte Umsetzung des aktuellen Entwurfs aber würde die Farbenvielfalt der Theater vergrauen und wäre mit einem Verlust von Buchstaben des (licht-) künstlerischen Alphabets gleichzusetzen. Die signifikant hohe und unerwartete wirtschaftliche Belastung würde zu einem dramatischen Anstieg des Subventionsbedarfs der Häuser führen, und diese, so keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden können, in ihrer Existenz bedrohen. Das kann im schlimmsten Fall zu einem Black Out in der europäischen Theaterlandschaft führen.

siehe auch hier:

Förderbescheid für Orchesterprobenraum

Am 9. April 2018 wurde dem Nationaltheater Weimar ein Förderbescheid für den Anbau eines Orchesterprobensaales durch die durch die Staatssekretärin für Kultur und Europa des Freistaates Thüringen, Frau Dr. Babette Winter, überreicht.

Die Staatskapelle Weimar probt derzeit in einem bereits seit mehreren Jahren gekündigten angemieteten Probensaal in einer ehemaligen Turnhalle am Landesverwaltungsamt in Weimar. Nach einem angemessenen Probensaal wird seit mehreren Jahren gesucht. Nach einer Studie zur Standortfindung wurde eine Machbarkeitsstudie „Probensaal Staatskapelle an der Redoute“ erstellt. Mit dem Ausbau wird einerseits die räumliche Situation verbessert, andererseits soll der Standort mit der Probebühne Redoute als Probenzentrum etabliert werden, um Synergieeffekte zu nutzen. Die Probebühne des DNT (Deutsches Nationaltheater Weimar) ist im Bestandsgebäude untergebracht. Mit dem Erweiterungsneubau werden ein Probensaal, Einspielzimmer für die Musiker, Instrumentenlager, Räume für Solisten, Dirigenten und Orchesterwarte geschaffen.

Die gesamte Fördersumme beträgt 5,72 Mio Euro, wovon 79% das Land Thüringen und 21% durch die Stadt Weimar übernommen werden.

v.l.n.r Hasko Weber (GI DNT), Stefan Rabe (Architekt Planungsbüro pbr AG, Büro Jena), Nils Kretschmer (Orchesterdirektor Staatskapelle Weimar), Stefan Wolf (OB Weimar), Dr. Babette Winter (Staatsekretärin für Kultur und Europa).

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Foto: v.l.n.r Hasko Weber (GI DNT), Stefan Rabe (Architekt Planungsbüro pbr AG, Büro Jena), Nils Kretschmer (Orchesterdirektor Staatskapelle Weimar), Stefan Wolf (OB Weimar), Dr. Babette Winter (Staatsekretärin für Kultur und Europa). ©Nationaltheater Weimar.

IGVW veröffentlicht den SQ P5 „Aufstellung und Betrieb nicht ortsfester Bühnen und Bühnenüberdachungen“

Die Interessengemeinschaft Veranstaltungswirtschaft IGVW veröffentlicht zur Prolight + Sound 2018 den Standard der Qualität in der Veranstaltungswirtschaft SQP5 mit dem Titel „Aufstellung und Betrieb nicht ortsfester Bühnen und Bühnenüberdachungen“. Der SQP5 ist der erste Praxis Standard, der von der IGVW vollständig neu entwickelt wurde. Nachdem der Arbeitskreis Fliegende Bauten der Bauministerkonferenz das Vorhaben der IGVW, einen derartigen Standard zu entwickeln, bereits im Jahre 208 zustimmend zur Kenntnis genommen hatte, begann die Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern der vier Gründungsverbände der IGVW im Jahre 2009 mit der Erstellung des SQP5. Aufgrund der Änderungen der Technischen Baubestimmungen der Bundesländer im Jahre 2012 und der daraus resultierenden Unsicherheiten bei der Überführung bestehender Fliegender Bauten der Veranstaltungswirtschaft in den Geltungsbereich des neuen Regelwerkes, verzögerte sich die Erstellung des Standards. Zum Ende des Jahres 2017 wurde die Erstellung des SQ P5 abgeschlossen und nach Evaluierung durch den Fachausschuss für Qualitätsstandards der IGVW vom Gremium der IGVW zur Veröffentlichung freigegeben.

Der SQP5 richtet sich an Unternehmer und Beschäftigte die mit, auf, unter, hinter oder neben Bühnen und Bühnenüberdachungen tätig sind. Der SQP5 erläutert unter anderem die bauaufsichtlichen Anforderungen an Bühnen und Bühnenüberdachungen, gibt praktische Hinweise zur Aufstellung und zum Betrieb, formuliert Empfehlungen zum Verhalten bei Wettereinflüssen und richtet sich insbesondere auch an kleinere, genehmigungs- bzw. verfahrensfreie Bühnen und Bühnenüberdachungen.

Der SQP5 ist weder Gesetz, Vorschrift, Verordnung oder Richtlinie. Der SQ P5 dient als Leitfaden für die Umsetzung der rechtlichen Anforderungen sowie den sicheren und effizienten Betrieb von nicht ortsfesten Bühnen und Bühnenüberdachungen in der Veranstaltungswirtschaft.

 

DiInteressengemeinschafVeranstaltungswirtschafwirvodeVerbändeDTHGEVVCFAMAunVPLTgetragenIhrZielsetzunisesgemeinsabefüdiVeranstaltungswirtschafbedeutsameThemePositiozbeziehesowidiesöffentliczvertreteunBranchenstandardzentwickeln.

weitere Informationen: www.igvw.org

Weltenbauer.Youngsters.Awards 2019 sucht talentierten Branchennachwuchs im Bereich Theater, Film und Veranstaltungstechnik

Weltenbauer.Youngsters.Awards 2019 sucht talentierten Branchennachwuchs im Bereich Theater, Film und Veranstaltungstechnik
Aufgabenthema 2019: Leonardo da Vinci
Preise: 2 x 1.000 EUR, 1 Hotelaufenthalt mit Musicalbesuch in Hamburg und 10 Abonnements der Bühnentechnischen Rundschau ” Bewerbungsfrist endet am 28. Februar 2019

Berlin, 26. März 2018 – Als Maler der Mona Lisa dürfte Leonardo da Vinci wohl jedem bekannt sein. Doch der italienische Künstler war auch Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph. Ein echtes Ausnahmetalent und bis heute Inspiration für Künstler, Theaterschaffende und Ausstellungsmacher.  Auch der Weltenbauer.Youngsters.Awards wird sich im kommenden Jahr mit dem Universalkünstler befassen, dessen Todestag sich 2019 zum 500. Mal jährt. Nach der erfolgreichen Premiere auf der  Stage|Set|Scenery im vergangenen Jahr vergeben die Deutsche Theatertechnische Gesellschaft (DTHG) und die Messe Berlin 2019 zum zweiten Mal die Weltenbauer.Youngsters.Awards als Preis für den Branchennachwuchs. Wesko Rohde, Vorstandsvorsitzender der DTHG:

„Unsere Theater und Veranstaltungsorte brauchen innovative und leidenschaftliche Kreative auf und hinter der Bühne, um großartige Events zu schaffen, die das Publikum begeistern! Mit den Weltenbauer.Youngsters.Awards möchten wir als DTHG diesen Talenten unserer  sich stetig entwickelnden Berufe die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren, entdeckt und gefördert zu werden.“

 

Ob Bühnenbild, Maske und Kostüm oder Videoarbeiten – gesucht werden kreative Ideen von Studierenden und Auszubildenden im Bereich Theater, Film und Veranstaltungstechnik rund um das Thema Leonardo da Vinci. Aus den eingereichten Beiträgen wählt eine Fachjury die zehn besten Arbeiten aus, die auf der Stage|Set|Scenery 2019 präsentiert werden. Die Jury, bestehend aus den Mitgliedern des DTHG-Vorstands Olaf Grambow, Arved Hammerstädt und Wesko Rohde, der Stage|Set|Scenery-Projektleitung der Messe Berlin sowie Karin Winkelsesser von der Bühnentechnischen Rundschau, vergibt  zwei Preise. Ein weiterer Preis wird durch das Publikum der Stage|Set|Scenery vergeben. Zu gewinnen gibt es zweimal ein Preisgeld in Höhe von EUR 1.000, gestiftet von der Messe Berlin GmbH, einen Hotelaufenthalt mit Musicalbesuch in Hamburg im Wert von EUR 500,00, gestiftet von der Firma A.Haussmann GmbH sowie 10 Jahresabonnements der Bühnentechnischen Rundschau gestiftet von Der Theaterverlag – Friedrich Berlin GmbH. Juliane Trempler, Projektleitung der Stage|Set|Scenery:

„Mit diesem Preis möchten wir dem Nachwuchs der Branche die Möglichkeit geben, ihr Können einem breiten internationalen Fachpublikum auf der Stage|Set|Scenery 2019 vorzustellen.“

 

Interessierte Nachwuchstalente können ihre Wettbewerbsbeiträge in digitaler Form über die Website www.weltenbauer.global  bis zum 28. Februar 2019 einreichen.  Die Preisverleihung findet am Dienstag, dem 18. Juni 2019 ab 18.30 Uhr in Berlin im Rahmen der Stage|Set|Scenery auf der Safety in Action-Bühne in Halle 22 statt.

Film- und Fotomaterial zu den Weltenbauer.Youngsters.Awards 2017 finden Sie hier
Weitere Informationen zur Stage|Set|Scenery 2019 finden Sie unter www.stage-set-scenery.de.
Die Stage|Set|Scenery im Überblick:
Die Stage|Set|Scenery ist die führende internationale Fachmesse und Kongress für Theater-, Film- und Veranstaltungstechnik mit den Schwerpunkten Bühnenmaschinerie und Steuerung, Architektur und Fachplanung, Licht, Akustik, Ton, Video- und Medientechnik, Studiotechnologie, Events, Museums- und Ausstellungstechnik, Ausstattung und Dekoration, Maske, Kostüm und Sicherheitstechnik. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft (DTHG) durchgeführt, die auch für die in die Messe integrierte International Stage Technology Conference verantwortlich zeichnet. Die Stage|Set|Scenery findet alle 2 Jahre im Juni auf dem Berliner Messegelände statt. Wenn Sie zukünftig keine weiteren Pressemitteilungen der Stage|Set|Scenery erhalten wollen, senden Sie uns bitte eine E-Mail an stage-set-scenery@messe-berlin.de.
Pressekontakt:
Messe Berlin GmbH
Emanuel Höger
Pressesprecher
und Leiter Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
Corporate Communication
Unternehmensgruppe

GEMEINSAME STELLUNGNAHME: Forderung nach einem realistischen Zeitplan für den Übergang zu neuen Beleuchtungstechnologien

Die Erhöhung der Anforderungen an die Energieeffizienz von Produkten mit LED-Technologie ist nicht nur für den Verbraucher, sondern auch für die Umwelt, die Gesellschaft und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie von Vorteil.

Derzeit laufen drei Gesetzesinitiativen, die sich auf Beleuchtungsprodukte auswirken (Einzelheiten siehe Anhang II), wobei wesentliche Änderungen gegenüber den geltenden Rechtsvorschriften zu erwarten sind:

  • Ökodesign-Anforderungen an Lichtquellen
  • Anforderungen an die Energiekennzeichnung von Lichtquellen
  • Anträge auf Verlängerung der RoHS-Freistellung

Wir, die unterzeichnenden Verbände, unterstützen die Ziele Ökodesign, Energiekennzeichnung und RoHS.
Wir fordern die Regulierungsbehörden auf, einen pragmatischen und realistischen Zeitplan für den Übergang zur Substitution von Lichttechnologien und -produkten zu verabschieden. Dieser Zeitplan muss die festgelegten Wartungs- und Reparaturzyklen der Endnutzer dieser Beleuchtungsprodukte einhalten.

Die Märkte brauchen genügend Zeit, um alternative Beleuchtungsprodukte zu verstehen und zu bewerten und ihre Budgets und Austauschzyklen anzupassen. Ein vorzeitiger Ausstieg kann zu unnötigem Abfall und Kosten führen.

Die Übergangszeit muss es den betroffenen Unternehmen ermöglichen, neue Produktionsstätten zu errichten, Arbeitnehmer auszubilden und ihnen den Übergang von einem beruflichen Umfeld in ein anderes zu erleichtern (siehe Anhang I).

Wo es keine Ersatzprodukte und -technologien gibt, fordern wir die Regulierungsbehörden auf, weiterhin Produkte mit besonderer Zweckbestimmung auf dem EU-Markt zuzulassen, indem sie diese von den Ökodesign-Vorschriften ausnehmen und die Ausnahmen gemäß RoHS verlängern.

Im Interesse einer soliden und ausgewogenen Folgenabschätzung fordern wir die Europäische Kommission auf, die Beiträge aller Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette (von den Lichtherstellern über die Installateure bis hin zu den Endverbrauchern) und im Rahmen der beiden Gesetzgebungsverfahren (Konsultationen im Rahmen von RoHS und Eco-Design) zu berücksichtigen.

Joint Statement – Call for a realistic timetable for new light technologies – 20180327

Theater Rudolstadt. derzeit Baustelle

Die Bauarbeiten am Theater Rudolstadt laufen derzeit in allen Bereichen auf Hochtouren, wie Ostthüringer Zeitung berichtet:

Wie so oft, wenn mit dem Bauen begonnen wird, bleiben Überraschungen nicht aus. „Am Haus Boucher wurde ein Schädlingsbefall an der Westseite festgestellt“, informierte jetzt Verwaltungsdirektor Mathias Moersch. „Wie immer in so einem Fall muss ein Holzschutzgutachten erstellt werden. Teile der Wand müssen erneuert werden. Das bedeutet: Die Baumaßnahme dauert länger und wird auch teurer“, so der Mann der Zahlen am Haus.

Unterdessen haben auch im Großen Haus die Handwerker Einzug gehalten. Das  Gebäude wird mit dem Umbau seine bisherige Optik verlieren. Um den alten Baukörper herum wird ein Umfassungsbau entstehen. Die Fassade wird sich als moderner Bau mit ­klaren Fronten und breiten Glastüren zeigen. Der Eingangsbereich mit dem Vorbau kommt weg. Der Bühneneingang wird auf die Seite in Richtung Schminkkasten verlegt. Auch der Theatervorplatz wird in Abstimmung mit der Stadt völlig neu gestaltet.

Insgesamt stehen für den Umbau rund 9,5 Millionen Euro zur Verfügung. Darin enthalten sind die 1,5 Millionen Euro für den Umbau des Stadthauses, Gelder für die Gestaltung des Theatervorplatzes und für die Sanierung der Dächer am Schminkkasten und am Haus „Boucher“.

„Unser Ziel ist es nach wie vor, die Arbeiten am 31. Dezember 2019 abzuschließen“, so der Verwaltungsdirektor, der darauf verweist, dass die Arbeit unter den gegebenen Umständen eine große Herausforderung für die Mitarbeiter des Hauses ist.

mehr Infos

Theaterbausammlung nun vollständig online verfügbar

 

Liebe theater- und sammlungsbegeisterte KollegInnen und Freunde des Studiengangs,

Pünktlich zu Beginn des Europäischen Kulturerbe-Jahres 2018 geht die Theaterbausammlung der TU Berlin mit über 5000 Objekten online. Das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanzierte Kooperationsprojekt zwischen der TU Berlin und der Beuth Hochschule hat sein Ziel – die Erschließung und Digitalisierung der Theaterbausammlung der TU Berlin – nach zwei Jahren erfolgreich erreicht.

Die Sammlung beherbergt gut erhaltene Archivalien aus dem Zeitraum 1939 bis 1969 zu mehr als 500 Theaterbauten schwerpunktmäßig in Deutschland, Österreich, Frankreich, Slowenien, Polen, Tschechische Republik und Russland. Die bildlichen Materialien – Grundrisse, Schnitte, Fotografien und Schriftdokumente – geben einen einzigartigen Überblick des Zustands mitteleuropäischer Kulturbauten in der Mitte des 20. Jahrhunderts: Einerseits bildet die Sammlung eine Bestandsaufnahme der visionären Entwicklungen der 20er und 30er Jahre, andererseits dokumentieren die Objekte sowohl Stagnation als auch Rückbau während des Dritten Reichs von 1933 bis 1945. Zugleich gibt die Sammlung wertvolle Einblicke in die Visionen des architektonischen Aufbruchs der Nachkriegsmoderne bis in die 60er und 70er Jahre.

Die Sammlung ist ab sofort vollständig über die Onlinedatenbank des Architekturmuseums der TU Berlin für die Wissenschaft und eine breite Öffentlichkeit frei zugänglich und leistet damit schon jetzt einen wertvollen Beitrag zum Erhalt und zur Sichtbarmachung kulturellen (Theater)Erbes in Europa.

Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Bri Newesely, Dr. Hans-Dieter Nägelke, Prof. Kerstin Laube, Franziska Ritter und Team

Projektseiten
http://www.tu-buehnenbild.de/forschung/theaterbausammlung/
https://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?p=610

Projekt-Team
Architekturmuseum TU Berlin – Dr. Hans-Dieter Nägelke
FG Theatertechnik Beuth HS Berlin – Prof. Dr. Bri Newesely
Bühnenbild_Szenischer Raum TU Berlin – Projektleitung: Franziska Ritter
Studentische Hilfskräfte: Robert Huth, Julia Kleinschmidt, Birte Dördelmann

(c) Fotos: Franziska Ritter

OeTHG Seminar in Salzburg

Willkommen in Salzburg, hieß es letzte Woche wieder beim traditionellen Führungskräfteseminar der OeTHG.
Eine ganze Reihe interessanter Themen säumten die Gespräche und Möglichkeiten sich untereinander auszutauschen
Anitra Eggler, Bestsellerautorin (“Mail halten!”) und gefragte Fachfrau in Sachen Medienkompetenz, eröffnete den Reigen mit einem sensationellen und äußerst unterhaltsamen Vortrag darüber, wie man sich möglichst nicht zum Sklaven moderner Kommunikationsmittel macht. Fazit: Öfter mal abschalten, auch die Geräte. Verstand & Sinne dürfen eingeschaltet bleiben!
Prof. Stephan Rolfes erläuterte die IGVW und den Branchenstandard Dekorationsbau. Das Interesse der östereichischen Kollegen war riesig und die Resonanz dementsprechend. Ein klares Zeichen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Weiter gute Vorträge bereicherten die zwei Tage des Seminars.
Besonderer Dank gilt dem Präsidenten, Herrn Jörg Kossdorff, und Martin Kollin für die glänzende Organisation der Veranstaltung. Die Möglichkeiten der engen Kooperation sollen weiterhin gepflegt und weiterentwickelt werden, war die einvernehmliche Haltung der anwesenden Vorstände.

Wesko Rohde